Die eigene Firma bewerten lassen

Für Unternehmer gibt es gute Gründe, die Firma bewerten zu lassen. Oft bringt erst eine Bewertung die Nachfolgeplanung ins Rollen. Das sind die wichtigsten Tipps.

Passende Käufer finden

So umsichtig die meisten ihre Firma führen – die Nachfolgeregelung packen viele zu spät an. Oft ist die Bewertung der beste Startschuss dafür. Denn sie hilft, Optionen einzugrenzen, die für die eigene Nachfolge infrage kommen.

Tipp: Eine Bewertung macht neben dem Marktwert auch finanzielle Abhängigkeiten sichtbar. Je nachdem, wie hoch der Wert ist und welche Nachfolgeoption Sie wählen, können Sie dank der Bewertung besser beurteilen, wie hoch die künftigen Geldflüsse in der Firma sind. Solche Kennzahlen sind wichtig. Sie zeigen, wie viel Kapital Ihr Nachfolger aufbringen muss. Das wiederum hilft, den Kreis der zahlungsfähigen Käufer einzugrenzen.

Nachfolge steuerlich vorbereiten

Unternehmer bauen regelmässig stille Reserven auf, weil sie so weniger Gewinnsteuern zahlen. Oft geht vergessen, dass diese Steuern nur aufgeschoben sind. Viele Betriebe haben auch unnötig hohe Mittel, die für das laufende Geschäft nicht notwendig sind – vor allem Liegenschaften und liquide Mittel. Sie machen die Firma "schwerer", was den Kreis der möglichen Käufer einschränkt.

Tipp: Wenn Sie Ihr Unternehmen bewerten lassen, werden die einzelnen Bilanzpositionen bereinigt. Diese Bereinigung macht die stillen Reserven und damit die latenten Steuern darauf sichtbar (siehe Grafik).

Auf dieser Basis können Sie den Bezug von Dividenden und nicht betriebsnotwendigen Mitteln so planen, dass sie steueroptimal ins Privatvermögen überführt werden. Gleichzeitig können Sie Ihren Betrieb "leichter" und so attraktiver für den Verkauf machen. Denn Käufer übernehmen latente Steuern auf stillen Reserven nur, wenn der Kaufpreis entsprechend tiefer angesetzt wird.

KMU-Bilanz: stille Reserven sichtbar machen
KMU-Bilanz: stille Reserven sichtbar machen

Nachlassregelung optimieren

Oft sind die Kinder die Kronfavoriten für die Nachfolge. Doch wird der Wert der Firma zu hoch festgelegt, kann die Übernahme zu teuer sein. Und wird der Wert zu tief festgelegt, führt das meistens zu einer finanziellen Bevorzugung eines einzelnen Erben. Beides kann zu Erbstreitigkeiten führen.

In der Regel kommt eine faire Lösung dann zustande, wenn alle Beteiligten zusammensitzen und die finanziellen Aspekte der Nachfolge offen diskutieren.

Tipp: Eine Bewertung hilft Ihnen abzuwägen, ob Sie Ihren Kindern einen Preisabschlag gewähren können. Ihnen fehlt in der Regel das Eigenkapital für die Übernahme, und Banken finanzieren höchstens 50 bis 60 Prozent des Kaufpreises. So verringern Sie das Risi­ko, dass die Übernahme an einem zu hohen Preis scheitert. Auch sehen Sie besser, ob Sie auf einen Gewinn aus dem Verkauf der Firma angewiesen sind, um im Alter finanziell abge­sichert zu sein.

Sie möchten Ihre Firma bewerten lassen und Ihre Nachfolge planen? Die VZ-Experten helfen Ihnen gerne. Reservieren Sie einen Termin für ein unverbindliches Gespräch im VZ in Ihrer Nähe. Oder bestellen Sie das kostenlose Merkblatt.

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