Versicherungen

Versicherungsbroker: Provisionen können heikel sein

Versicherungsbroker können einen Anreiz haben, die Versicherungslösungen zu empfehlen, an denen sie selber am meisten verdienen. Das kann dazu führen, dass die versicherten Unternehmen unnötig hohe Prämien zahlen. Günstiger und transparenter sind Versicherungsbroker, die sich pauschal entschädigen lassen und Courtagen den Kunden offenlegen.

Simon Tellenbach

Geschäftsleiter Firmenkunden

Unternehmen müssen dafür sorgen, dass ihre Ausgaben für Versicherungen tragbar sind und es auch bleiben. Kosten und Leistungen der Angebote lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres vergleichen. Den meisten KMU fehlt die Zeit, alles gründlich zu analysieren.

Viele Unternehmen beauftragen darum einen Versicherungsbroker mit der Betreuung ihrer Versicherungen und verlassen sich auf seine Empfehlungen. Der Broker analysiert, welche Risiken das KMU versichern sollte, und schreibt die gewünschte Deckung im Markt aus. Dann vergleicht er alle Angebote und empfiehlt eines davon.

Mögliche Interessenkonflikte

Versicherungsbroker werden für die Vermittlung und Betreuung durch die jeweilige Versicherungsgesellschaft mit einer sogenannten Courtage entschädigt. Diese Provisionen sind in den Versicherungsprämien enthalten, die das versicherte Unternehmen und teilweise auch seine Mitarbeitenden zahlen.

VZ-Studie

Entschädigungen der Versicherungsbroker in der 2. Säule

Lesen Sie, wie finanzielle Anreize bei den Versicherungsbrokern zu Interessenkonflikten führen, und was Sie dagegen tun können.

Ein solches Entschädigungsmodell kann zu Interessenkonflikten führen, wenn Anbieter die Versicherungsbroker sehr unterschiedlich entschädigen und Broker ihren Kunden nicht offenlegen, wie hoch die Courtagen sind. Hat ein Versicherungsbroker mehrere vergleichbare Angebote zur Wahl, empfiehlt er womöglich das Angebot, das ihm die höchste Courtage einbringt – und nicht jenes, das für das KMU und seine Mitarbeitenden am optimalsten wäre.

Das Beispiel in der Grafik illustriert die Spanne der Courtagen für Pensionskassenlösungen. Bei einer Ausschreibung des VZ für ein Transportunternehmen haben vier Vorsorgeeinrichtungen vergleichbare Lösungen und Prämien offeriert. Ein Versicherer bietet dem Broker rund 17'000 Franken an – und zwar Jahr für Jahr. Demgegenüber beträgt die tiefste Courtage rund 5600 Franken pro Jahr. Das sind 67 Prozent weniger.

Auch volumenbasierte Entschädigungen können problematisch sein. Bei der Krankentaggeldversicherung beispielsweise beträgt die Courtage einen definierten Prozentsatz der Versicherungsprämie, der bei den meisten Versicherern ähnlich hoch ist. Je höher also die Versicherungsprämie, desto höher die Entschädigung des Brokers. Das kann dazu führen, dass ein Versicherungsbroker eine möglichst kurze Wartefrist für die Taggeldleistungen empfiehlt, weil dann die Prämie für das Unternehmen höher ausfällt.

Im KMU-Special lesen Sie, wie Sie Ihre Pensionskasse, Versicherungen und Nachfolge optimieren können:

Entschädigungskonzept ohne Interessenkonflikte

Neben dem Unternehmen zahlen auch seine Mitarbeitenden einen Teil der Versicherungsprämien und steuern so einen wesentlichen Anteil zu den Provisionen bei. Deshalb ist es wichtig, dass die Prämien nicht höher ausfallen als nötig. Damit der potenzielle Interessenkonflikt des Versicherungsbrokers wegfällt, muss die Entschädigung unabhängig vom Anbieter und von der Höhe der Prämien sein.

Aktion

Versicherungsmanagement für Firmen

Das VZ sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen optimal abgesichert ist. Zu fairen Kosten, die transparent ausgewiesen werden.

Moderne Versicherungsbroker lassen sich daher nach Aufwand oder pauschal entschädigen. Das VZ verrechnet beispielsweise einen fixen Betrag pro versicherter Person, der das gesamte Versicherungsmanagement für ein KMU enthält. Diese Pauschale ist unabhängig von den Anbietern, damit es keinen Interessenkonflikt gibt: Die Experten des VZ haben so ganz sicher keinen Anreiz, Angebote wegen der Entschädigung zu bevorzugen oder unnötige Versicherungsleistungen zu empfehlen.

Alle Courtagen, die das VZ von Versicherern erhält, werden in einem Kontokorrent offengelegt und mit der Kostenpauschale verrechnet. Unternehmen sparen dadurch im Durchschnitt 20 Prozent an Beratungs- und Betreuungskosten – und zwar jedes Jahr.

Auch die Mitarbeitenden profitieren

Wenn Ihr Unternehmen die Versicherungen vom VZ betreuen und verwalten lässt, profitieren auch Ihre Angestellten von dieser Dienstleistung. Fragen zu ihrer persönlichen Vorsorge und ihren Versicherungen können sie an einer kostenlosen Hotline oder in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Fachleuten besprechen. Sie können auch einen persönlichen Versicherungs-Check bestellen, der aufzeigt, wie sie ihre Motorfahrzeug- und Haushaltversicherung optimieren und Prämien sparen.

Das VZ führt zudem Seminare für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch. Dort erfahren sie, wie sie sich am besten auf ihre Pensionierung vorbereiten. Kaderangestellte können sich beim VZ zu allen Themen rund um ihr Vermögen und ihre Steuern beraten lassen.