Hypotheken

Wichtige Tipps zu Festhypotheken

Es gibt viele gute Gründe, die gegen eine Festhypothek sprechen. Trotzdem fühlen sich viele Hypothekarnehmer wohler, die Zinsen für die nächsten Jahre anzubinden. Dabei sollte man folgende Tipps beachten:

Adrian Wenger

Hypothekarexperte

Tipp 1: Festhypotheken zahlen sich nur aus, wenn die Zinsen nach dem Abschluss der Hypothek stark steigen und für längere Zeit hoch bleiben.

Seit Anfang Jahr sind die Zinsen für langfristige Festhypotheken spürbar gestiegen. Ähnliche Zinsanstiege bei Festhypotheken gab es in den letzten zehn Jahren bereits viermal. Kurze Zeit später pendelten sich die Preise wieder auf einem tieferen Niveau ein. Eine Festhypothek lohnt sich nur, wenn man sich absolut sicher ist, dass die Zinsen in nächster Zeit nochmals deutlich ansteigen.

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Tipp 2: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte.

Auch wenn Festhypotheken historisch gesehen immer noch günstig erscheinen: Nehmen Sie einen Teil Ihrer Finanzierung als Geldmarkt-Hypothek bzw. Saron-Hypothek auf. So profitieren sie weiterhin von sehr tiefen Zinsen und bleiben flexibel, falls Sie Ihre Hypothek unerwartet vorzeitig zurückzahlen müssen. Der historische Kostenvergleich von Hypotheken zeigt, dass man mit Geldmarkt-Hypotheken in den letzten 30 Jahren immer mit Abstand am günstigsten gefahren ist.

Merkblatt

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Die Zinssätze von Geldmarkt-Hypotheken basieren auf den Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), und diese sind nach vor negativ. Bis die Leitzinsen wieder positiv und damit auch Geldmarkt-Hypotheken teurer werden, müsste die SNB gleich vier Zinsschritte à 0,25 Prozentpunkte vollziehen. Selbst dann wären sie aber immer noch viel günstiger als eine Festhypothek.

Tipp 3: Berücksichtigen Sie auch einen ungeplanten vorzeitigen Ausstieg aus der Festhypothek.

Wählen Sie ein Kreditinstitut, das Ihnen bei einem vorzeitigen Ausstieg keine Minuszinsen verrechnet und Ihnen die Ausstiegsentschädigung auszahlt, wenn diese zu Ihren Gunsten ausfällt. Viele Institute behalten solche Entschädigungen für sich zurück. Je nach Höhe der Hypothek und Restlaufzeit kann es dabei um mehrere zehntausend oder sogar hunderttausend Franken gehen.

Tipp 4: Wenn Sie absolut auf Nummer sicher gehen möchten, binden Sie die Zinsen heute an.

Mit einer Termin-Hypothek sichern Sie sich die aktuellen Zinssätze, auch wenn Ihre Hypothek erst in ein paar Monaten ausbezahlt wird.

Tipp 5: Versuchen Sie sich nicht als Zinsprognostiker.

Es lohnt sich nicht, auf den Tag mit den absolut tiefsten Zinsen zu warten. Staffeln Sie stattdessen besser die Laufzeiten und Ablauftermine und planen Sie mit unterschiedlichen Hypothekar-Modellen. Entwickeln Sie so eine Hypothekarstrategie, die Ihrer individuellen Situation entspricht.

Tipp 6: Seien Sie offen für Alternativen.

Mit einer Saron-Hypothek profitieren Sie von den tiefen Zinsen und bleiben flexibler als mit einer Festhypothek. Mit dem Hypotheken-Überwachungssystem des VZ können Sie sich gegen einen kräftigen Zinsanstieg schützen. Legen Sie einfach die Zinslimite fest, bei der Sie Ihre Saron-Hypothek in eine Festhypothek umschichten möchten. Wird diese Limite überschritten, löst das Überwachungssystem einen Alarm aus, und Sie können rechtzeitig wechseln.

Tipp 7: Profitieren Sie von einer dynamischen Festhypothek mit Zinsdach.

Auf Wunsch prüft das Hypotheken-Überwachungssystem des VZ auch täglich, ob für eine Laufzeit von beispielsweise 10 Jahren die Zinsen einer Geldmarkt-Hypothek plus die Zinsen einer Festhypothek für die nächsten 10 Jahre eine Grenze übersteigen, die Sie vorgegeben haben. Im Idealfall profitieren Sie so noch jahrelang von Zinsen um 1 Prozent und haben gleichzeitig die Sicherheit, durchschnittlich nicht mehr Zins pro Jahr zu zahlen, als Sie verkraften können.