Steuern

Steuern sparen: Es bleiben nur noch wenige Tage

Das Zeitfenster, in dem man seine Steuern optimieren kann, schliesst sich bald. Jetzt sollte man die richtigen Schritte einleiten.

Martin Metzger

Steuerspezialist

Wer für das laufende Jahr Steuern sparen will, kann bis in den Dezember hinein Verpasstes nachholen. Danach ist es zu spät. Das sind die wichtigsten Möglichkeiten, die im 2021 bleiben:

Säule 3a

Die Einzahlung muss spätestens am 31. Dezember bei der Bank gutgeschrieben sein. Eine verpasste Einzahlung in die Säule 3a kann man (noch) nicht nachholen. Darum lohnt es sich, jedes Jahr rechtzeitig einzuzahlen, auch wenn es weniger als das Maximum ist. Angestellte dürfen 2021 maximal 6883 Franken abziehen. Für Erwerbstätige ohne Pensionskasse sind es bis zu 20 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens aber 34’416 Franken.

Merkblatt

Tipps zum Steuern sparen

Dieses Merkblatt zeigt die wichtigsten Optimierungsmöglichkeiten auf.

Die Säule 3a ist steuerlich attraktiv: Die Einzahlung darf man vom steuerbaren Einkommen abziehen, das Guthaben ist nicht als Vermögen und die Zinserträge sind nicht als Einkommen zu versteuern. Pro 1000 Franken, die ein Vorsorgesparer an die dritte Säule überweist, spart er je nach steuerbarem Einkommen und Wohnort zwischen 200 und 400 Franken Einkommenssteuern.

Tipp: Ein 3a-Bankkonto wirft praktisch keinen Zins mehr ab. Damit fällt auch der Zinseszinseffekt weg. Wenn man hingegen mit Wertschriften wie ETF vorsorgt, greift der Zinseszinseffekt sehr wohl. Der Grund ist einfach: ETF werfen jedes Jahr Erträge ab, auch wenn die Börsenkurse nicht steigen. Dazu gehören die Dividenden der ETF, die einen Aktienindex abbilden. Solche Erträge lassen das Guthaben stetig wachsen (siehe Tabelle). Es lohnt sich, sich eine solche 3a-Lösung mit ETF zu überlegen.

Pensionskasse

Auch freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse wirken sich oft sehr positiv auf die Steuerrechnung aus. Wie viel man maximal einzahlen darf, steht meist im persönlichen Pensionskassenausweis. Ist das nicht der Fall, gibt die Pensionskasse Auskunft. Es lohnt sich, nicht zu lange mit dem Einkauf zuzuwarten. Den Beitrag sollte man bis spätestens Mitte Dezember an die Pensionskasse überweisen, damit er dem laufenden Steuerjahr angerechnet wird. Viele Pensionskassen setzen ihren Versicherten Fristen und schicken ihnen eine Einkaufsofferte sowie einen Einzahlungsschein zu. Wer einen grossen Betrag in die Pensionskasse einbezahlen will, sollte den Einkauf über mehrere Jahre staffeln. Aufgrund der Progression spart man so am meisten Steuern. 

Vorbezug

Gehen Sie nächstes Jahr in Pension? In der Regel sparen Sie einiges an Steuern, wenn Sie sich einen Teil Ihrer Vorsorgeguthaben bereits dieses Jahr auszahlen lassen, falls dies möglich ist. Für die Berechnung der Auszahlungssteuern zählen die Steuerbehörden nämlich alle Kapitalbezüge aus der zweiten Säule und der Säule 3a eines Jahres zusammen, in den meisten Kantonen auch die des Ehepartners. Je höher die Bezüge sind, desto grösser ist auch die prozentuale Steuerbelastung in den meisten Kantonen.

Liegenschaft

Für den Unterhalt können Sie eine Pauschale oder die effektiven Kosten abziehen. Kleinere Investitionen in den Unterhalt sollten Sie möglichst auf das gleiche Kalenderjahr konzentrieren. So können Sie in den übrigen Jahren, in denen nur geringe Unterhaltskosten anfallen, vom Pauschalabzug profitieren. Grössere Renovationsarbeiten hingegen staffeln Sie besser so, dass sie sich auf mehrere Steuerperioden verteilen.

Spenden

Wer an steuerbefreite gemeinnützige Institutionen spendet, darf dafür beim Bund und in den meisten Kantonen bis zu 20 Prozent des Nettoeinkommens abziehen. Der Gesamtbetrag der im Steuerjahr geleisteten Spenden muss sich auf mindestens 100 Franken belaufen.

Umzug

Meistens sind Sie dort steuerpflichtig, wo Sie am 31. Dezember Ihren Wohnsitz haben. Wenn Sie künftig in einem steuergünstigeren Kanton oder in einer steuergünstigeren Gemeinde leben möchten, sollten Sie also möglichst vor Jahresende dorthin ziehen. Sind die Steuern am neuen Ort höher, planen Sie den Umzug erst im neuen Jahr. So können Sie für ein weiteres Jahr vom günstigeren Steuertarif profitieren. In Nidwalden und Obwalden ist beim Umzug innerhalb des gleichen Kantons der 1. Januar der Stichtag. Einzig die Kantone Neuchâtel und Fribourg rechnen pro rata ab.

Obligationen

Wer eine Obligation bei deren Zinsfälligkeit besitzt, muss den gesamten Jahreszins der Obligation versteuern. Es kann sich deshalb lohnen, eine Obligation mit einem Zinscoupon per Ende 2021 noch vor der Zinsfälligkeit zu verkaufen. Dadurch bleibt der aufgelaufene Marchzins steuerfrei. Umgekehrt ist es aus steuerlichen Gründen nicht ratsam, Obligationen kurz vor der Fälligkeit eines Zinscoupons zu kaufen.

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