Vorsorge

Säule 3a: Ein hoher Aktienanteil kann sich lohnen

Wegen der weiterhin relativ tiefen Zinsen bevorzugen immer mehr Vorsorgesparer eine Wertschriftenlösung in der Säule 3a gegenüber einem Zinskonto. Wer langfristig denkt und risikotolerant ist, sollte den Aktienanteil in seiner Säule 3a über die sonst übliche Grenze von 50 Prozent erhöhen.

Andreas Akermann

Spezialist für Bankservices

Der Gesetzgeber erlaubt in der Säule 3a grundsätzlich einen Aktienanteil von maximal 50 Prozent. Vorsorgesparer mit ausreichend hoher Risikotoleranz dürfen allerdings einen höheren Aktienanteil wählen.

Aktienanteil bis zu 100 Prozent

Solche Säule-3a-Lösungen eignen sich für Sparer mit einem Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren. Bei einer derart langen Anlagedauer werden temporäre Verluste - beispielsweise wegen einer Aktienkrise - in der Regel wettgemacht.

Merkblatt

Tipps zur Säule 3a

Das Merkblatt informiert, wo und wann sich Einzahlungen am meisten lohnen, und wie man am besten vorgeht.

Neben klassischen Säule-3a-Angeboten mit beispielsweise 15, 25, 35 oder 45 Prozent Aktienanteil stehen für Vorsorgesparer immer häufiger auch Strategien mit einem Aktienanteil von bis zu 100 Prozent zur Verfügung. Aufgrund der langfristigen Investition bietet es sich an, die Strategien mittels passiver Anlagefonds, wie ETF oder Indexfonds, umzusetzen.

Diese weisen deutlich günstigere Gebühren auf, weil sie auf ein aktives Management verzichten können. Einige Banken belasten beispielsweise für ihre aktiven 3a-Fonds 1,5 Prozent oder mehr, die von der Anlagerendite abgezogen werden. Solche Gebührenunterschiede können über längere Zeiträume grosse Auswirkungen auf die Rendite haben.

In der illustrativen Allokation werden die Investitionen in die beiden Anlageklassen Aktien Schweiz und Aktien Ausland auf mehrere ETF bzw. Indexfonds aufgeteilt. Das erhöht die Diversifikation.

Weil die Gewichtungen der Anlageklassen wegen Kursveränderungen im Verlaufe der Zeit von der strategischen Gewichtung abweichen können, bietet es sich zusätzlich an, bei Säule-3a-Strategien ein sogenanntes Rebalancing anzuwenden. Es sorgt dafür, dass die Gewichtungen bei starken Abweichungen nach klaren Regeln auf die ursprünglichen Werte zurückgeführt werden.

Ebenfalls nützlich für Vorsorgesparer ist es, wenn die Anlagestrategie kostenlos angepasst werden kann. Dabei besteht zum Beispiel die Möglichkeit den Aktienanteil von 100 Prozent auf 15 Prozent zu reduzieren, wenn sinkende Aktienkurse erwartet werden. Oder erfahrene Anleger können ihre individuelle Strategie zusammenstellen.

Vorteile einer gebundenen Vorsorge

Erwerbstätige mit Pensionskasse können im laufenden Jahr maximal 6’883 Franken in die Säule 3a einzahlen, Selbstständige ohne Pensionskasse bis zu 34’416 CHF oder höchstens 20 Prozent des Nettoeinkommens. Der eingezahlte Betrag lässt sich vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Dieser Steuerspareffekt ist für viele Vorsorgesparer der grösste Vorteil der Säule 3a.

Eine Wertschriftenlösung stellt zudem eine sinnvolle Alternative zum Säule-3a-Konto dar. Der Wert des Guthabens bei einem solchen Sparplan kann zwar schwanken, dafür ist die erwartete Rendite langfristig deutlich höher als bei einem Sparkonto, wo die Guthaben aktuell praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer wachsen. So zeigt ein Vergleich vom VZ VermögensZentrum, dass Banken im Durchschnitt für Säule-3a-Konten lediglich 0,08 Prozent Zinsen bezahlen.

Anders als beispielsweise bei Lebensversicherungen bleibt der Sparer bei einer Wertschriftenlösung zudem flexibel, kann die Einzahlungen seinen aktuellen finanziellen Möglichkeiten anpassen und sein Geld jederzeit zu anderen Anbietern wechseln.

Sie möchten wissen, wie Sie noch mehr aus der privaten Vorsorge herausholen? Dann bestellen Sie jetzt kostenlos unser Merkblatt Tipps zur Säule 3a

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