Geldanlagen

Retten Sie Ihre Ersparnisse vor Gebühren und Negativzinsen

Bankkunden verstehen die Welt nicht mehr. Weil sie ihr Geld auf einem Sparkonto parkiert haben, werden sie mehrfach bestraft. Was tun, um das Ersparte zu retten?

Jan Simon

Anlageexperte

Bankkundinnen und -kunden sind irritiert, denn auf dem Konto gibt es kaum noch Zins. Gleichzeitig fressen Gebühren immer grössere Stücke vom Vermögen weg. Um ihre schwindenden Margen zu retten, haben viele Banken die Gebühren für Konten und Depots erhöht. Eine Studie zeigt: Nirgendwo verdienen Banken so viel an Privatkunden wie in der Schweiz (siehe Grafik).

 

Noch dramatischer ist die Situation für all jene, die mit Negativzinsen belastet werden: Ihr Vermögen schmilzt und schmilzt. Immer mehr Banken wälzen negative Zinsen auf ihre Kunden ab, teils schon ab einem Kontoguthaben von 100'000 Franken.

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Negativzinsen bedrohen unsere Renten und unsere Ersparnisse. Was kann man noch tun, um sein Vermögen zu erhalten? Diese Tipps helfen weiter:

  • Ermitteln Sie sorgfältig, wie viel Liquidität Sie brauchen, und halten Sie nur so viel Barmittel wie nötig. Als Faustregel gelten sechs bis zwölf Monatsgehälter.
  • Was Sie länger nicht brauchen, können Sie in einen ETF-Sparplan investieren.
  • Je nachdem, wie viel Risiko Sie tragen können und wollen, können Sie einen Teil Ihrer Ersparnisse in Aktien investieren. Schweizer Firmen schütten überdurchschnittliche Dividenden aus – Jahr für Jahr und unabhängig vom Börsenkurs. So bringt Ihr Erspartes etwas ein.
  • Überweisen Sie den Höchstbetrag an die Säule 3a und zahlen Sie freiwillig in Ihre Pensionskasse ein. Das verbessert Ihr Einkommen im Alter und senkt Ihre Steuerbelastung. Am besten eignet sich eine Säule 3a mit ETF, denn auch auf 3a-Konten zahlen Banken praktisch keinen Zins mehr.
  • Prüfen Sie, ob Sie einen Teil Ihrer Hypothek abzahlen können. Amortisieren Sie aber nicht zu schnell: Behalten Sie eine ausreichende Reserve zurück, um unvorhergesehene Kosten zu decken.