Vorsorge

Jetzt die Säule 3a und die Pensionskasse optimieren

Man hat nur noch wenige Tage, um seine zweite und dritte Säule abzustimmen. Im schlimmsten Fall bezahlt man sonst unnötig viel Steuern.

Karl Flubacher

Geschäftsleiter Region Nordwestschweiz und Westschweiz

Schon bald ist es passiert: Wieder ist ein Jahr um. Es bleibt kaum Zeit, um bei Säule 3a und Pensionskasse die richtigen Schritte einzuleiten. Sonst entgeht einem viel Geld, das dann später im Alter fehlt. Jetzt muss man aktiv werden:

1) Rechtzeitig in die Säule 3a einzahlen

Die Überweisung an die Säule 3a muss spätestens Ende Jahr verbucht sein. Sonst kann man den Betrag in der nächsten Steuerklärung nicht mehr vom Einkommen abziehen. Es empfiehlt sich, die Bank spätestens Mitte Dezember mit der Überweisung zu beauftragen. Dieses Jahr können Angestellte bis zu 6883 Franken einzahlen, Selbstständige ohne Pensionskasse 20 Prozent des Jahreslohns (höchstens 34’416 Franken). Mit der Einzahlung verbessern Sie Ihre Altersvorsorge. Und Sie sparen Steuern: Pro 1000 Franken, die Sie an die Säule 3a überweisen, können Sie je nach Wohnort und Einkommen mit einer Steuerersparnis von 200 bis 400 Franken rechnen.

2) Mehrere 3a-Töpfe anlegen

Jetzt sollte man auch gleich prüfen, ob man weitere 3a-Gefässe eröffnen will. Der Grund: Wer später ein 3a-Konto auflöst, muss immer das ganze Guthaben auf diesem Konto beziehen. Und wenn man einen grossen Betrag auf einmal aus der Säule 3a nimmt, fallen wegen der Steuerprogression oft hohe Steuern an. Besser ist es deshalb, das 3a-Guthaben über mehrere Jahre gestaffelt zu beziehen. Je nach Kanton kann man so teils mehrere tausend Franken an Steuern sparen (vgl. Tabelle).

Tipp: Verteilen Sie die Einzahlung in die Säule 3a am besten jedes Jahr auf verschiedene Konten. Oder eröffnen Sie nach einiger Zeit weitere Konten, auf die Sie die Jahresbeiträge fortan einzahlen.

3) Rendite und Kosten prüfen

Viele machen zum Jahresende hin Kassensturz. Wer dabei auch das eigene 3a-Konto überprüft, dürfte beim Zins enttäuscht werden: Die Banken zahlen fast keinen Zins mehr auf 3a-Konten. 

Merkblatt

Tipps zur Säule 3a

Das Merkblatt informiert, wo und wann sich Einzahlungen am meisten lohnen, und wie man am besten vorgeht.

Der Zinseszinseffekt fällt praktisch weg. Deshalb setzt man heute besser auf eine Säule 3a mit Wertschriften. Der Wert des Guthabens kann dort zwar ins Negative schwanken. Längerfristig ist die Rendite aber deutlich höher als mit einem 3a-Konto. 3a-Wertschriftenlösungen gibt es heute praktisch bei jeder Bank.

Tipp: Schauen Sie aber genau hin. Vielfach setzen die Banken aktiv gemanagte Fonds ein, die hohe Gebühren verursachen. Einige Banken ziehen von der Rendite 1,5 Prozent oder mehr ab. Es lohnt sich, eine passive Lösung mit kostengünstigen ETF zu prüfen. Beim VZ zum Beispiel bezahlt man eine pauschale Verwaltungsgebühr von 0,68 Prozent pro Jahr. 

4) In die Pensionskasse einkaufen

Was viele vergessen: Auch in der zweiten Säule kann man viel Geld sparen, wenn man rechtzeitig handelt. Den grössten Hebel hat man mit freiwilligen Einkäufen. Wie bei der Säule 3a kann man Einkäufe voll vom steuerbaren Einkommen abziehen. Einmal einbezahlt, fallen auf dem Kapital keine Ertrags- und Vermögenssteuern an. Beim Bezug wird zwar eine Auszahlungssteuer fällig, der Steuersatz ist aber tiefer als beim Einkommen. Wie viel man dieses Jahr einkaufen kann, steht meist im persönlichen Pensionskassenausweis, den man jedes Jahr von der Kasse erhält. Viele Pensionskassen schicken ihren Versicherten eine Einkaufsofferte mit Einzahlungsschein zu. Den Beitrag sollte man bis spätestens Mitte Dezember an die Pensionskasse überweisen, damit er dem laufenden Steuerjahr angerechnet wird. 

Aufgepasst: Ob und wie stark sich der Einkauf wirklich lohnt, hängt sehr vom Zeitpunkt ab. Je höher das steuerbare Einkommen ist und je schneller man das Geld wieder bezieht, desto mehr profitiert man. Mit einem Einkauf in den letzten Jahren vor der Pensionierung erzielen Sie in der Regel die höchste Nachsteuerrendite.

Tipp: Wenn Sie Ihr PK-Guthaben oder einen Teil davon bei der Pensionierung auszahlen lassen möchten, müssen Sie sich spätestens drei Jahre vorher einkaufen. Sonst müssen Sie die Steuern nachzahlen, die Sie dank dem Einkauf gespart haben. Bei manchen Pensionskassen ist ein Einkauf generell nur bis drei Jahre vor der Pensionierung möglich – auch wenn man das ganze Guthaben als Rente bezieht.

Sie möchten Ihre Säule 3a und Ihre Pensionskasse bestmöglich nutzen und viel Steuern sparen? Dann bestellen Sie die kostenlosen Merkblätter Tipps zur Säule 3a und Einkauf in die Pensionskasse. Oder sprechen Sie mit den Expertinnen und Experten vom VZ. Vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe.