Pensionskasse

PK-Rating 2021: Welche Pensionskassen sind gut und günstig?

Die richtige Pensionskasse zu finden, gleicht für KMU einer Herkulesaufgabe. Darum analysiert das VZ regelmässig über 30 Sammelstiftungen. Im aktuellen PK-Rating zeigen sich erneut grosse Unterschiede zwischen den Vorsorgeeinrichtungen.

Simon Tellenbach

Geschäftsleiter Firmenkunden

Ist unsere Pensionskasse gut genug? Diese Frage stellen sich viele Arbeitgeber. Denn die berufliche Vorsorge ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtpakets, das Firmen ihren Mitarbeitenden bieten. Für PK-Verantwortliche und Unternehmer ist es sehr schwierig, die beste Lösung zu finden. Leistungen, Kosten und Performance lassen sich nämlich nicht ohne Weiteres vergleichen, und unzählige Bestimmungen machen die Sache kompliziert. Kein Wunder, schieben viele Firmen die Suche nach einer neuen Pensionskasse immer wieder auf.

Damit sich KMU einen raschen Überblick verschaffen können, analysiert das VZ jedes Jahr über 30 Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen mit insgesamt 1,7 Millionen Versicherten. Jede einzelne wird nach den Kriterien Verzinsung der Altersguthaben, Verwaltungskosten, Umwandlungssatz, Deckungsgrad und Verhältnis der Aktiven zu den Rentnern bewertet. Ein paar wichtige Resultate des Pensionskassen-Ratings 2021 sind hier zusammengefasst:

Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten pro versicherte Person zeigen, wie effizient eine Pensionskasse arbeitet. Hier gibt es erstaunlich grosse Unterschiede: Fünf Pensionskassen belasten weniger als 200 Franken pro Person, die günstigste nur 109 Franken. Die teuerste dagegen belastet 811 Franken. Es ist wichtig, eine Pensionskasse zu wählen, die diese Kosten möglichst tief hält. Denn das hilft mit, die sinkenden Rentenumwandlungssätze abzufedern.

Verzinsung der Altersguthaben

Auch bei der Verzinsung sind die Unterschiede gross. Von 2018 bis 2020 verzinste die bestplatzierte Pensionskasse die Altersguthaben mit durchschnittlich 2,58 Prozent. Bei der letztplatzierten waren es nur 0,89 Prozent. Schon ein halbes Prozent weniger Zins hat wegen des Zinseszinseffekts einen grossen Einfluss auf das Guthaben und damit auf die Altersleistungen der Versicherten.

Umwandlungssatz

Der Umwandlungssatz wirkt sich besonders stark auf die künftigen Renten aus. Der höchste Umwandlungssatz der verglichenen Sammelstiftungen liegt bei 6,8 Prozent, der tiefste bei 5,17 Prozent. Bei einem angesparten Altersguthaben von 600'000 Franken bedeutet das eine Rentendifferenz von 9780 Franken pro Jahr.

Anzahl Pensionierte

Je mehr Aktive den Pensionierten gegenüberstehen, desto gesünder und risikofähiger ist eine Pensionskasse. Bei dieser wichtigen Kennzahl schneiden zwei Sammelstiftungen am besten ab. Besorgniserregend ist allerdings die Lage der Pensionskassen auf den hinteren Plätzen. Bei der letztplatzierten Pensionskasse sind mehr als die Hälfte der Versicherten Rentner. Gerät eine Pensionskasse mit so wenigen aktiven Versicherten in eine Unterdeckung, kann sie kaum mehr saniert werden.