Pensionskasse

Pensionskassen-Rating 2022: Wer klotzt, und wer knausert?

Bei der Verzinsung und bei den Kosten gibt es grosse Unterschiede zwischen den Pensionskassen. Aus dem aktuellen PK-Rating des VZ geht hervor, wer Guthaben am besten verzinst und wer besonders kostenbewusst wirtschaftet.

Simon Tellenbach

Geschäftsleiter Firmenkunden

Unternehmen sollten regelmässig prüfen, wie effizient ihre Pensionskasse wirtschaftet und wie gut die Ersparnisse ihrer Mitarbeitenden rentieren. So können sie ihre Kosten senken und bleiben als Arbeitgeber attraktiv. Kaum jemand hat die Ressourcen, um regelmässig alle Pensionskassen zu analysieren. Damit sich Unternehmerinnen und Unternehmer einen Überblick verschaffen können, vergleicht das VZ jedes Jahr die wichtigsten Kennzahlen grosser Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen. Die wichtigsten Erkenntnisse betreffen die Kosten und die Verzinsung:

Verwaltungskosten pro Person

Wie effizient eine Pensionskasse arbeitet, zeigt sich an den Verwaltungskosten, die sie pro versicherter Person belastet. Die Unterschiede sind gross: Mit 124 bis 190 Franken sind Symova, Spida, Swisscanto, FIP und ASGA am günstigsten. Bei der teuersten Pensionskasse sind es 901 Franken pro versicherter Person – also 624 Prozent mehr als bei der günstigsten. Dieser Posten setzt sich zusammen aus den Kosten für Verwaltung, Marketing, Werbung, Revision, Experten und Versicherungsbroker.

Verzinsung der Altersguthaben

Besonders gross sind die Unterschiede bei den Zinsgutschriften. So verzinste die bestplatzierte Pensionskasse die Ersparnisse der Versicherten mit durchschnittlich 4,42 Prozent. Bei der letztplatzierten waren es 0,77 Prozent – das ist eine Differenz von 82,5 Prozent. Schon ein halbes Prozent weniger Zins hat wegen dem Zinseszinseffekt einen grossen Einfluss auf die Altersguthaben und damit auf die Renten. Ein Grund für die unterschiedliche Verzinsung ist die Umverteilung: Pensionskassen müssen seit Jahren Erträge auf den Guthaben der Mitarbeitenden abzweigen, um die Renten der Pensionierten zu subventionieren. Das liegt daran, dass ein grosser Teil der ausbezahlten Renten gemessen an der Lebenserwartung und der langfristigen Renditeerwartung zu hoch ist.

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