Hypotheken

Immobilienpreise steigen weiter

Ein Grund für die steigenden Preise von Häusern und Wohnungen sind die tiefen Zinsen. Mittlerweile gibt es einen regelrechten Bieterkampf um gesuchte Objekte. In dieser Situation empfiehlt es sich, vor einem Kauf eine erfahrene Fachperson beizuziehen. So kann man sich davor schützen, zu viel zu bezahlen.

Stefan Bestler

Hypothekarexperte

Für die Nachfrage nach Immobilien ist die Entwicklung der Zinsen ein entscheidender Faktor. Darum verfolgen potenzielle Käufer und Verkäufer genau, ob sich eine Veränderung der Leitzinsen abzeichnet. Um die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern, möchten die Notenbanken die Zinsen möglichst lange tief halten. Gleichzeitig müssen sie aufpassen, dass die tiefen Zinsen die Inflation nicht zu stark anheizen.

Erfahren Sie Aktuelles zu Hypotheken, Zins- und Marktentwicklungen – mit Tipps zu Ihrer Hypothekarstrategie:

In den letzten Monaten sind die Preise für Waren und Dienstleistungen vielerorts so kräftig gestiegen, dass immer mehr Marktbeobachterinnen und -beobachter einen baldigen Zinsanstieg erwarten. Die Mehrheit der Mitglieder der US-Notenbank rechnet mit mindestens drei Leitzinserhöhungen um je einen Viertelprozentpunkt in den kommenden 12 Monaten. Das bedeutet, dass der Leitzins in einem Jahr von nahezu 0 auf 0,75 bis 1 Prozent steigen könnte.

Merkblatt

Eigenheim kaufen: So können Sie Ihre Kinder finanziell unterstützen

Dieses Merkblatt zeigt auf, wie Eltern ihren Kindern beim Eigenheimkauf finanziell unter die Arme greifen können.

Eine Zinswende ist in Europa – und damit auch in der Schweiz – noch nicht in greifbarer Nähe. Auch wenn im Euroraum die Inflationsrate ebenfalls deutlich über der 2-Prozent-Marke liegt, dürfte die Europäische Zentralbank noch längere Zeit am tiefen Zinsniveau festhalten. In diesem Fall werden sich auch die Zinsen in der Schweiz kaum ändern. Kreditnehmer können also auch in der Schweiz davon ausgehen, dass die Hypothekarzinsen noch lange Zeit sehr tief bleiben. 

Zusätzlich zu den tiefen Zinsen ist die Corona-Pandemie ein weiterer wichtiger Treiber für die steigenden Immobilienpreise in der Schweiz. Seit dem ersten Lockdown sehnen sich immer mehr Menschen nach mehr Platz und einem eigenen Garten. Die durchschnittlichen Preise für Wohnungen, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sind seit 2009 um über 50 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum sanken die Zinssätze für neu abgeschlossene Hypotheken im Mittel um 0,69 Prozentpunkte von 1,73 auf 1,04 Prozent.

Die tiefen Hypothekarzinsen treiben die Häuserpreise nach oben

Fallende Hypozinsen führen zu steigenden Immobilienpreisen
Quelle: SNB

Demgegenüber sind die Löhne nur um 8 Prozent gestiegen. Das führt dazu, dass sich immer weniger Schweizerinnen und Schweizer ein Eigenheim leisten können. Besonders für junge Leute und für Familien bleibt der Traum vom Eigenheim ein Traum, wenn sie keine zusätzlichen Mittel aufbringen können.

In Frage kommen etwa Darlehen der Eltern oder ein Erbvorbezug. Eltern, die ihre Kinder beim Kauf eines Eigenheims finanziell unterstützen möchten, müssen vorher sorgfältig abklären, welcher Weg dafür am sinnvollsten ist und was das für ihre eigene Absicherung im Alter bedeutet.

Merkblatt

Immobilienschätzung: Das müssen Sie wissen

Dieses Merkblatt gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Immobilienschätzung.

Wer das notwendige Kapital für einen Kauf aufbringen kann, sollte sich unbedingt von einer Expertin oder einem Experten beraten lassen. Denn es geht um sehr viel Geld, und der Kauf einer Immobilie birgt einige Risiken. Oft sind die Verkäufer Profis und haben gegenüber den potenziellen Käufern einen entscheidenden Wissensvorsprung. Ob der verlangte Preis gerechtfertigt ist, lässt sich mit einer professionellen Schätzung überprüfen.

In eigener Sache: Die Beraterinnen und Berater des VZ haben sehr viel Erfahrung mit der Bewertung und Finanzierung von Immobilien. Sie begleiten Sie bei jedem Schritt bis zum Ziel: Sie schätzen den Verkehrswert, wählen mit Ihnen zusammen das geeignete Hypothekarmodell und die passende Strategie. Die Kosten für eine Beratung sind gut investiert. Denn mit der optimalen Finanzierung können Sie über die Jahre sehr viel Geld sparen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin im VZ in Ihrer Nähe.