Hypotheken

Hypotheken: Ist die befürchtete Zinswende jetzt da?

Wer die Zinsaussichten nüchtern betrachtet, profitiert weiterhin von ultratiefen Zinsen und wechselt nicht in überteuerte Festhypotheken.

Adrian Wenger

Hypothekarexperte

"Festhypotheken sind massiv teurer geworden" – das war in vielen Zeitungen zu lesen. Darum sind Wohneigentümer verunsichert. Sie fragen sich, ob die Hypothekarzinsen jetzt durch die Decke gehen.

Erfahren Sie Aktuelles zu Hypotheken, Zins- und Marktentwicklungen – mit Tipps zu Ihrer Hypothekarstrategie:

Diese Sorge ist unbegründet: Die Zinsen für Festhypotheken werden zwar schwanken, langfristig dürfte die Zinskurve aber flach bleiben. Auch wenn die Zinsen in den USA dieses Jahr steigen, ist die Schweiz von einer Zinswende noch weit entfernt. Der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB) liegt bei –0,75 Prozent. Bis er über null steigt, muss die SNB ihren Leitzins viermal um je 0,25 Prozentpunkte anheben. Das würde sie nur tun, wenn die Inflation ausser Kontrolle geriete. Und dafür gibt es bis jetzt keine Anzeichen.

Fazit: Wer jetzt eine Hypothek abschliessen oder erneuern muss, sollte die folgenden Punkte beachten: 

  • Banken und Hypothekenvermittler empfehlen am liebsten Festhypotheken, weil sie schlicht und einfach am meisten daran verdienen. Doch die Mehrkosten davon tragen die Kundinnen und Kunden.
  • Geldmarkthypotheken waren in den letzten 30 Jahren praktisch immer günstiger (Tabelle unten). Und die Zinsdifferenz zu Festhypotheken ist jetzt sogar noch grösser geworden.
  • Wer trotzdem eine Festhypothek möchte, sollte nur einen Teil fest aufnehmen, und den Rest als Geldmarkthypothek.
  • Falls die Zinsen stark steigen, kann man schrittweise aus der Geldmarkt- in eine Festhypothek wechseln. So profitiert man am längsten vom tiefen Zins.

Sie wollen nicht zu viel Hypothekarzinsen bezahlen? Bestellen Sie jetzt das Merkblatt Hypothekarzinsen sparen. Oder reservieren Sie ein kostenloses Gespräch im VZ VermögensZentrum in Ihrer Nähe.