Vorsorge

Einstein und Ihre Vorsorge: Das sollten Sie wissen

Einstein soll den Zinseszins einst als stärkste Kraft im Universum bezeichnet haben. Was nützt das aber, wenn das Geld auf dem Sparkonto fast keinen Zins abwirft? Hier lesen Sie, wo der Zinseszinseffekt noch greift.

Daniel Ruch

Niederlassungsleiter

Einsteins Zitat dürfte erfunden sein. Trotzdem ist der Zinseszins eine grosse Hilfe für die eigenen Ersparnisse. Allerdings nicht, wenn das Geld auf dem Konto liegt, denn dort gibt es fast keinen Zins. Sondern am Aktienmarkt.

Merkblatt

Mit einem ETF-Sparplan günstig ein Vermögen aufbauen

Ein ETF-Sparplan ist die clevere Alternative, um langfristig Geld anzusparen. Das Merkblatt verrät, wie es geht.

Am Aktienmarkt spielt der Zinseszinseffekt langfristig meistens sehr wohl. Und das sollte man sich zunutze machen. Gerade wenn man zwischen 35 und 50 Jahre alt ist, kann der Zinseszinseffekt kleine Wunder bewirken. Und ein kleines Wunder brauchen jüngere Erwerbstätige auch, denn ihnen bleibt später viel weniger Geld, um ihren Lifestyle zu leben. 

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens schrumpft die Rente aus der Pensionskasse laufend. Gleichzeitig kann sie über die Jahre deutlich an Wert verlieren, denn anders als die AHV gleichen Pensionskassen die Teuerung meistens nicht aus. Zweitens verliert das Geld auf dem Konto an Wert, weil die Inflation nicht nur den Zinsertrag ausradiert, sondern auch einen Teil der Substanz.

Wie lässt man die "stärkste Kraft im Universum" für sich arbeiten, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen? Jüngere Erwerbstätige kommen nicht darum herum, ihr Geld vernünftig anzulegen – auch wenn das bedeutet, höhere Risiken einzugehen. Davor muss sich niemand fürchten, der sich an die folgenden Vorschläge hält:

Dividenden: Wer ein zusätzliches Einkommen aus dem Vermögen erzielen möchte, kann sein Geld in dividendenstarke Aktien investieren. Schweizer Firmen schütten zum Beispiel verhältnismässig hohe Dividenden aus – Jahr für Jahr. Diese werden meistens auch dann ausbezahlt, wenn die Börsenkurse fallen und die Titel vorübergehend an Wert verlieren.

ETF: Wem es zu riskant ist, in einzelne Aktien zu investieren, kann mit kostengünstigen ETF einen ganzen Markt abdecken. Vielen ist nicht bewusst, dass auch ETF Dividenden ausschütten. Sie überweisen sie auf das Konto oder schreiben sie dem Fondsvermögen gut. Wer zum Beispiel 300’000 Franken in einen bewährten ETF auf den Leitindex SMI investierte, verdiente gutes Geld. Sogar von 2007 bis 2016 waren es mehr als 62’000 Franken, obwohl die Rendite des Depots negativ war (Grafik oben).

ETF-Sparplan: Wer über die Jahre ein Vermögen aufbauen will, kann auch regelmässig in einen ETF-Sparplan einzahlen. Dank der tiefen Kosten von ETF wächst das Guthaben rascher als mit bankeigenen Fonds, die teuer sind und oft nur mittelmässig abschneiden.

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