Geldanlagen

Das Sparkonto ist ein Verlustgeschäft

Nach Berücksichtigung der Steuern und Inflation verliert man mit dem Sparkonto heute Geld. Sparer und Anleger sollten deshalb einen Teil ihrer Ersparnisse in günstige ETF oder ETF-Sparpläne investieren.

Sven Pfammatter

Pensionierungsexperte

Banken zahlen schon seit Jahren praktisch keinen Zins mehr. Damit fällt auch der Effekt des Zinseszinses, dessen Einfluss auf die Entwicklung des Guthabens oft unterschätzt wird, so gut wie weg. Noch schlimmer: Nach Abzug der Steuern schrumpft das auf dem Sparkonto parkierte Vermögen sogar.

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Die Inflation verschärft die Situation zusätzlich. Sie ist zwar bei uns tiefer als im Ausland. Doch ist die Teuerung höher als der Zins, sinkt die Kaufkraft. Im Juli 2022 stiegen die Konsumentenpreise in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Bei einer Inflation von 3 Prozent schrumpft die Kaufkraft eines Sparguthabens von 250’000 Franken jedes Jahr um 8680 Franken, wenn das Guthaben praktisch keinen Zins abwirft (siehe Tabelle).

Sachwerte wie Aktien schützen vor Geldentwertung. Investieren Sie darum einen Teil Ihrer Ersparnisse in Aktien-ETF, zum Beispiel im Rahmen eines ETF-Sparplans. Aktien und Aktien-ETF werfen regelmässig Dividenden ab, sodass der Zinseszinseffekt seine Wirkung entfalten kann, wenn die Dividendeneinnahmen immer reinvestiert werden. Der Wert des Guthabens kann zwar schwanken, dafür ist die Rendite langfristig deutlich höher als auf einem Sparkonto.

Vorsicht: Viele Banken bieten Fondssparpläne an. Diese Anlagen sind oft aktiv gemanagt und deshalb deutlich teurer als ein ETF-Sparplan – und oft auch weniger erfolgreich.

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