Versicherungen

Cyber steigt zum Top-Risiko auf: Lohnt sich eine Versicherung?

Für viele Firmen sind Cyber-Risiken heute das wichtigste Geschäftsrisiko. Schutz vor den Folgen solcher Risiken bieten heute Cyber-Versicherungen. Allerdings sollte man Prämien und Leistungen unter die Lupe nehmen.

Oliver Hedinger

Leiter Versicherungsmanagement

Cyber-Risiken sind für Schweizer Unternehmer zum wichtigsten Geschäftsrisiko geworden – noch vor einer Betriebsunterbrechung. Das ist das Ergebnis des Allianz Risk Barometers 2020. Die Umfrage zeigt auch: Die Nachfrage nach Cyber-Versicherungen hat zugenommen, gleichzeitig steigen auch die Schadenfälle.

Eine Firma kann überall und jederzeit Schäden erleiden. Grund ist die zunehmende Vernetzung der Wirtschaft. Gravierend ist etwa, wenn Kundendaten gestohlen werden. Oder wenn Mitarbeitende E-Mails öffnen, die einen Virus transportieren, die den Betrieb tagelang blockieren.

Firmen sind heute viel anfälliger für Cyberangriffe. So werden dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (ehemals MELANI) Woche für Woche mehrere Hundert Fälle wie beispielsweise Hackerangriffe und Datendiebstähle gemeldet.

Den Firmen drohen Schäden in Millionenhöhe, Imageverluste und sogar eine existenzgefährdende Betriebsunterbrechung, wenn Internetkriminelle Daten stehlen, Schadprogramme wie etwa Cryptolocker in den Betrieb einschleusen und Server lahmlegen.

Böse Überraschungen vermeiden

Gegen die Folgen solcher Schäden können sich Firmen mit einer Cyber-Versicherung schützen. Die Angebote der Versicherungsgesellschaften muss man aber genau unter die Lupe nehmen. Denn bei den Prämien gibt es zum Beispiel grosse Unterschiede.

Das zeigt das Beispiel eines Schweizer KMU, in dessen Auftrag die Spezialisten des VZ mehrere Offerten verglichen haben. Wenn die Firma eine Summe von 3 Millionen Franken gegen Cyber-Risiken versichert, bezahlt es beim teuersten Anbieter 29'000 Franken Prämien pro Jahr. Beim günstigsten sind es nur 12'000 Franken. Jahr für Jahr sind das 17'000 Franken weniger – und zwar für vergleichbare Leistungen (siehe Tabelle).

Wer böse Überraschungen vermeiden möchte, sollte auch die versicherten Leistungen und die Ausschlüsse sorgfältig studieren. Oft schützen Cyber-Policen nur vor genau definierten Einzelrisiken. Zudem sollten Unternehmer kontrollieren, welche Risiken und Schäden schon durch andere Sach- oder Haftpflichtpolicen abgedeckt sind. So verhindern sie, dass Doppelversicherungen das Firmenbudget unnötig belasten.

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