Geldanlagen

Beim Sparen gilt: Der Ertrag muss höher sein als die Teuerung

Auf dem Sparkonto schrumpfen die Ersparnisse, statt zu wachsen. Darum lohnt es sich, sein Geld intelligent zu investieren. Diese Vorschläge sind vielversprechend.

Daniel Ruch

Niederlassungsleiter

Wenn Banken keine Negativzinsen belasten, verzinsen sie Sparkonten bestenfalls noch mit 0,05 Prozent. Bei einem Guthaben von 300’000 Franken ergibt das 150 Franken.

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Die Inflation dürfte dieses Jahr etwa 1,5 Prozent betragen – das sind in diesem Fall 4500 Franken. Das heisst: Die Teuerung radiert nicht nur den Zinsertrag aus, sondern auch einen Teil der Substanz. Und die Steuern lassen das Ersparte weiter schrumpfen. Darum kommen Sparerinnen und Sparer nicht darum herum, ihr Geld vernünftig anzulegen – auch wenn das bedeutet, höhere Risiken einzugehen. Davor muss sich niemand fürchten, der sich an die folgenden Vorschläge hält:

Dividenden:

Wer auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen ist, kann sein Geld in dividendenstarke Aktien investieren. Schweizer Firmen schütten zum Beispiel verhältnismässig hohe Dividenden aus – Jahr für Jahr. Diese werden meistens auch dann ausbezahlt, wenn die Börsenkurse fallen und die Titel vorübergehend an Wert verlieren.

ETF:

Wem es zu riskant ist, in einzelne Aktien zu investieren, kann mit kostengünstigen ETF einen ganzen Markt abdecken. Vielen ist nicht bewusst, dass auch ETF Dividenden ausschütten. Sie überweisen sie auf das Konto des Inhabers oder schreiben sie dem Fondsvermögen gut. Wer zum Beispiel 300’000 Franken in einen bewährten ETF auf den Leitindex SMI investierte, verdiente gutes Geld. Sogar von 2007 bis 2016 waren es mehr als 62’000 Franken, obwohl die Rendite des Depots negativ war.

Tipp: An der Schweizer Börse sind rund 1600 ETF gelistet. Vergleichen Sie darum die Renditen und Kosten. Oder lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.

ETF-Sparplan:

Wer über die Jahre ein Vermögen aufbauen will, kann auch regelmässig in einen ETF-Sparplan einzahlen. Dank der tiefen Kosten von ETF wächst das Guthaben rascher als mit bankeigenen Fonds, die teuer sind und oft nur mittelmässig abschneiden.