Kadervorsorge

1e-Pläne: Gutverdienende nutzen ihre Wahlfreiheit unterschiedlich

In der Zusatzvorsorge dürfen Gutverdienende ihre Anlagestrategie selbst wählen. Eine VZ-Studie zeigt, wie sie mit dieser Wahlfreiheit umgehen.

Simon Tellenbach

Geschäftsleiter Firmenkunden

Für Lohnbestandteile über 129'060 Franken können Firmen eine Zusatzvorsorge einrichten. Solche Lösungen sind als Kadervorsorge oder 1e-Pläne bekannt. Anders als in der Basisvorsorge dürfen die Versicherten hier die Anlagestrategie für ihre Ersparnisse selbst wählen. Je nachdem, welche Risiken sie tragen können und wollen, wählen sie eine konservative Anlagestrategie und damit möglichst hohe Sicherheit – oder sie investieren mehr in Aktien, um die Chancen auf eine bessere Anlagerendite zu erhöhen.

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Wie gehen Versicherte mit dieser Wahlfreiheit um? Diese Frage beantwortet eine Studie, für die rund 1900 Portfolios von Versicherten der VZ Sammelstiftung untersucht wurden, der zweitgrössten Sammelstiftung für 1e-Pläne.

Aktienquoten in der Zusatzvorsorge

In der Basisvorsorge beträgt die durchschnittliche Aktienquote 29 Prozent. Die Studie zeigt, dass fast die Hälfte der Versicherten deutlich mehr in Aktien investiert. Rund ein Viertel wählt eine Aktienquote von 35 Prozent, und die restlichen Versicherten möchten weniger in Aktien investieren als in der Basisvorsorge.

Tipp: Kadermitarbeitende können ihren Aktienanteil bei der VZ Sammelstiftung auf bis zu 85 Prozent erhöhen. Ihren Anlageerfolg verbucht die Pensionskasse auf einem persönlichen Depot; Verluste gleicht sie nicht aus. Darum fallen die kollektiven Wertschwankungsreserven weg. Für Arbeitgeber ist das attraktiv, weil ihre Kosten tiefer sind. Zudem können sie so die unerwünschte Umverteilung in der beruflichen Vorsorge weitgehend vermeiden