Bank fordert Zusatzsicherheiten

Der Schweizerische Hauseigentümer HEV, 1.3.2021

Von Michael Müller, Hypothekarexperte beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Wir haben vor zehn Jahren eine Liegenschaft gekauft. Eine Amortisationspflicht bestand damals keine. Nun will die Bank unser Säule-3a-Guthaben als Zusatzsicherheit verpfändet haben, obwohl die Immobilienpreise gestiegen sind. Was halten Sie davon?

Seit einigen Jahren verlangt der Regulator von den Banken, dass sie ihre Hypothekarengagements periodisch überprüfen, auch wenn die Hypothekarzinsen immer pünktlich bezahlt wurden. Zur Überprüfung gehört auch eine Neubewertung der Liegenschaft. Trotz gestiegener Immobilienpreise kann es dabei zu einer tieferen Bewertung als zum Zeitpunkt des Liegenschaftserwerbs kommen, beispielsweise weil – statistisch gesehen – grössere Unterhaltsarbeiten anstehen. Als Folge davon müssen möglicherweise Pflichtamortisationen geleistet werden, welche die Tragbarkeitsrechnung verschlechtern.

Mit einer Verpfändung von Säule-3a-Guthaben kann eine Amortisationspflicht oft vermieden werden. Alternativ könnten Sie mit den Säule-3a-Geldern natürlich auch die Hypothek amortisieren, um die Tragbarkeit (wieder) zu erfüllen.

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