So holst du mehr aus der dritten Säule raus

Display, 1.12.2020

Vom LGBT-Team vom VZ VermögensZentrum

Mit der dritten Säule fürs Alter vorsorgen: Mit einem Zinskonto bringt das kaum noch was.

Neigt sich das Jahr dem Ende zu, sollte man die Einzahlungen in die Säule 3a nicht vergessen. Spätestens am 31. Dezember muss das Geld bei der Vorsorgeeinrichtung sein. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, mit dem Vorsorgesparen so früh wie möglich zu beginnen. Und wichtig: Verpasste Einzahlungen darfst du nicht nachholen. Zahle also jedes Jahr ein, auch wenn der Betrag kleiner ist als das zulässige Maximum.

In diesem Jahr kannst du 6826 Franken in die Säule 3a einzahlen und in der Steuererklärung von deinem Einkommen abziehen. Bist du keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen, darfst du bis zu 34'128 Franken respektive maximal 20 Prozent deines Erwerbseinkommens einzahlen.

Zinseffekt fehlt

Bei den rekordtiefen Zinsen in der Schweiz solltest du dir auch überlegen, wo du einzahlst: Auf einem Zins- oder einem Wertschriftenkonto. Diese beiden Varianten stehen zur Auswahl. Am weitesten verbreitet ist noch immer das Zinskonto. Doch ein aktueller Vergleich des VZ Vermögenszentrums bei rund 60 Banken zeigt, dass Zinskonten im Durchschnitt nur noch mit 0,14 Prozent verzinst werden. Das ist fast nichts.

Bei so tiefen Zinsen ist deine Anlagerendite mehr als bescheiden. Und auch der Effekt des Zinseszinses fällt praktisch weg. Diese 3a-Guthaben wachsen praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer.

Langer Anlagehorizont

Wer steuerbegünstigt sparen möchte, setzt heute besser auf eine Wertschriftenlösung. Kurzfristig kann hier zwar der Wert des Guthabens deutlich schwanken, was bei den Zinskonten nicht der Fall ist. Für ein Wertschriftenkonto spricht allerdings der lange Anlagehorizont in der dritten Säule – praktisch ein ganzes Berufsleben. Und langfristig ist die Rendite bei Wertschriften deutlich höher als bei einem 3a- Konto. Viele Banken bieten heute 3a-Wertschriftenlösungen an. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen. Oft handelt es sich um aktiv gemanagte Fonds, die hohe Gebühren verlangen.

Einige Banken ziehen von der Rendite 1,5 Prozent oder mehr an Gebühren ab. Darum lohnt es sich, eine passive Lösung mit ETF zu prüfen. Die ist mit durchschnittlich 0,2 bis 0,3 Prozent an jährlichen Gebühren um ein Vielfaches günstiger.

ETF sind an der Börse handelbare Indexfonds. Sie sind günstig und transparent. Und sie werfen auch dann Erträge ab, wenn die Börsenkurse nicht steigen. Bei ETF, die einen Aktienindex abbilden, sind das zum Beispiel die Dividenden: Allein diese Ausschüttungen sind in der Regel deutlich höher als der Zins auf dem 3a-Konto.

Diese Seite teilen