Liegenschaftsverkauf

Der Schweizerische Hauseigentümer HEV, 01.05.2020

Von Michael Müller, Hypothekarexperte beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Leserfrage: Wir planen den Verkauf unserer Liegenschaft. Ab welchem Zeitpunkt sollen wir unsere Bank über die Verkaufsaktivitäten informieren?

Die Bank hat beim Verkauf derliegenschaft kein Vetörecht. Sie können Ihr Objekt also ohne Zustimmung der Bank verkaufen. Dennoch ist es ratsam, den Hypothekargeber spätestens bei der Erstellung des Kaufvertrages beizuziehen. So kann im Kaufvertrag präzise festgehalten werden, welcher Anteil des Kaufpreises an die Bank fliessen muss, damit die Grundpfänder freigegeben werden.

Im Falle von Festhypotheken sollten Sie zudem Ihre Bank anfragen, ob die Festhypothek auf die Käuferschaft übertragen werden kann. Infolge gesunkener Zinsen werden Sie der Käuferschaft zwar die Differenz zu den heutigen Hypothekarzinsen ausgleichen müssen – am einfachsten über einen reduzierten Kaufpreis. Unter dem Strich kommt diese Lösung für Sie aber deutlich günstiger, als wenn Sie der Bank die volle Ausstiegsentschädigung bezahlen. Übrigens hat auch die Käuferschaft etwas von dieser Übernahme: Während der Restlaufzeit der Festhypothek kann sie steuerlich höhere Schuldzinsabzüge geltend machen.

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