Geldanlage: Fokus auf Anlagestrategie und Gebühren zahlt sich aus

Display, 1.10.2020

Vom LGBT-Team vom VZ VermögensZentrum

Bei der langfristigen Geldanlage haben die Anlagestrategie und die Gebühren einen massgeblichen Einfluss auf den Erfolg. Doch viele Anleger setzen hier nicht den Schwerpunkt.

Welche Aktie soll ich kaufen? Die meisten Menschen, die mit Wertschriften sparen wollen – weil zum Beispiel das Sparkonto nichts mehr abwirft – verbringen viel Zeit mit der Suche nach den erfolgversprechenden Aktien. Dabei trägt die Wahl der Titel nur etwa zehn Prozent zum Anlageerfolg bei, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Einen viel grösseren Einfluss auf die Rendite hat die Anlagestrategie.

Bei der Herleitung einer solchen Anlagestrategie wird – vereinfacht gesagt – anhand der Einnahmen und Ausgaben ein Finanzplan aufgestellt und darauf aufbauend die Risikofähigkeit des Anlegers ermittelt. Nur so lässt sich eine Strategie definieren, die dem Anleger einen langfristigen Erfolg ermöglicht. Für diesen Prozess solltest du dir professionelle Unterstützung geben lassen – eben weil er so matchentscheidend für deinen Anlageerfolg ist.

Häufig lassen sich Anleger von den kurzfristigen Schwankungen an den Finanzmärkten beeinflussen und kaufen oder verkaufen Wertpapiere aus einem Bauchgefühl heraus oder aufgrund des oft zu beobachtenden Herdentriebs. Meist stellen sich diese Entscheide jedoch als falsch heraus. Das kann die Anlagerendite empfindlich schmälern. Mit einer disziplinierten Umsetzung der Anlagestrategie machst du dich dagegen nicht zum Spielball der Marktstimmung.

Gebühren schenken ein

Nicht zuletzt schlagen sich bereits kleine Gebührenunterschiede bei den Anlageprodukten oder den Depotgebühren der Banken langfristig stark in der Vermögensentwicklung nieder. Je höher diese Kosten sind, desto mehr Rendite braucht es, um die Kosten zu "verdienen". Wie gross der Einfluss der Gebühren ist, zeigt ein vereinfachtes Beispiel. Auf 20 Jahre hochgerechnet schauen bei einer Investition von 500'000 Franken über 76'000 Franken mehr heraus, wenn die Gebühren nur schon um 0,5 Prozent tiefer sind.

Bei den Anlageprodukten solltest du deswegen vor allem auf ETF und Indexfonds setzen. Dafür bezahlst du im Durchschnitt 0,2 bis 0,3 Prozent an jährlichen Gebühren. Für aktive Fonds werden dir hingegen zwischen 1 bis 2 Prozent in Rechnung gestellt.

Es gibt viele Gründe, um mit ETF und Indexfonds zu sparen. Neben den tiefen Gebühren eignen sich auch dank ihrer Indextreue besonders für einen langfristen Vermögensaufbau, beispielsweise auch für einen Sparplan. ETF bieten den Anlegern zudem eine hohe Liquidität, Transparenz, Sicherheit und eine breite Diversifikation.

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