"Erdbebensichere" Hypothek

Der Schweizerische Hauseigentümer HEV, 11.12.2020

Von Michael Müller, Hypothekarexperte beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Leserfrage: Unsere Hypothek wird demnächst fällig. Wir überlegen uns den Wechsel zu einem Hypothekargeber, bei dem die Erdbebenversicherung integriert ist. Was halten Sie davon?

Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir es heute mit einer Corona-Pandemie zu tun haben? Auch ein starkes Erdbeben in der Schweiz hält niemand für möglich. Dabei gab es in der Vergangenheit starke Erdbeben, beispielsweise 1356 in Basel (Magnitude 6,6) oder 1946 in Sierre (5,8). Viele Gebäudeversicherungen schliessen Erdbebenschäden aus oder haben nur eine sehr limitierte Deckung für Grossereignisse.

Aus diesem Grund haben einzelne Banken ihren gesamten Hypothekarbestand gegen das Erdbebenrisiko versichert. Als Hypothekarnehmer profitieren Sie so von einer kostenlosen Erdbebenversicherung, die als Einzelpolice – je nach Deckungshöhe und Region – einige hundert bis weit über tausend Franken pro Jahr kostet. Umgerechnet auf eine Hypothek über beispielsweise 500'000 Franken entspricht das einem Gegenwert von rund 0,1 bis 0,25 Prozentpunkten. Ein Wechsel zu einem Anbieter mit Erdbebenversicherung kann sich somit lohnen.

Zu prüfen ist dabei, ob die Differenz zwischen dem gesamten Gebäudewert und der Hypothek versichert ist. Auch. die HEV-Hypotheken für Mitglieder des HEV Schweiz sind gegen Erdbeben versichert.

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