Altersvorsorge für Selbstständige: Das musst du wissen

Display, 01.06.2020

Vom LGBT-Team vom VZ VermögensZentrum

Je höher der Lohn ist, desto attraktiver ist es, über eine Pensionskasse fürs Alter vorzusorgen.

Als Inhaber einer Einzelfirma, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft kannst du wählen, ob du mit oder ohne Pensionskasse für dein Alter vorsorgen möchtest. Wenn du dich keiner Pensionskasse anschliesst, profitierst du von grossen Steuervorteilen. Denn du darfst jedes Jahr bis zu 20 Prozent deines Nettoeinkommens in die Säule 3a einzahlen und vom steuerbaren Einkommen abziehen, jedoch maximal 34'128 Franken pro Jahr. Selbstständige, die in einer Pensionskasse versichert sind, können zwar auch in die Säule 3a einzahlen. Die Beiträge sind in diesem Fall aber auf 6826 Franken pro Jahr beschränkt.

Weniger Steuern zahlen

Je höher jedoch dein steuerbares Einkommen ist, desto stärker fallen die Vorteile einer Pensionskasse ins Gewicht. Konkret lohnt sich der PK-Anschluss ab einem Einkommen von über 150'000 Franken. Dann helfen freiwillige Einkäufe, die Einkommenssteuern zu reduzieren. Vor allem in Jahren mit gutem Geschäftsgang kannst du deine Steuerbelastung damit deutlich reduzieren. Die abzugsfähigen Sparbeiträge dürfen bis zu 25 Prozent eines AHV-pflichtigen Jahreslohnes betragen. Doch die wenigsten nutzen dieses Potenzial voll aus.

PK-Einkäufe sind auch eine besonders gute Möglichkeit, um Firmenvermögen im Hinblick auf einen späteren Verkauf des Unternehmens steuergünstig in das private Vermögen zu überführen. Selbstständige zahlen bei einer PK-Lösung zudem weniger Prämien für die Absicherung des Invaliditäts- und Todesfallrisikos als mit einer privaten Lebensversicherung.

Bis zu 30 Prozent Kosten sparen

Mit der Wahl der richtigen Pensionskassen-Sammelstiftung kannst du viel Geld sparen. Bei den Kosten für die Verwaltung und die Risikoleistungen bei Invalidität und Tod sind Unterschiede von mehr als 30 Prozent keine Seltenheit – bei identischen Todesfall- und Erwerbsunfähigkeitsleistungen. Es lohnt sich daher, mehrere Offerten einzuholen. Zusätzlich zu den Prämien solltest du weitere Faktoren in einen Anbietervergleich mit einbeziehen, vor allem die Verzinsung der Altersguthaben, Rentenumwandlungssätze, Deckungsgrad, Garantien und Gesundheitsprüfungen.

Wichtig ist auch der Schutz des Kapitals im Todesfall. Bei vielen Pensionskassen sind freiwillige Einkäufe verloren, wenn der Versicherte stirbt. Die Pensionskasse finanziert damit nämlich die Partnerrente, die deinem Partner ohnehin zusteht. Bei modernen Sammelstiftungen hingegen ist das Kapital im Todesfall geschützt: Nach deinem Tod zahlt die Pensionskasse das ganze Guthaben inklusive aller freiwilligen Einkäufe deinem Partner aus – zusätzlich zur Partnerrente.

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