6 Tipps für Ihre Säule 3a

HEV Kanton Zürich, 31.10.2019

Von Jan Theiler, Niederlassungsleiter beim VZ VermögensZentrum in Baden

Wer seine dritte Säule optimiert, hat im Alter deutlich mehr Geld zur Verfügung.

Erwerbstätige, die einer Pensionskasse angeschlossen sind, können in diesem Jahr 6826 Franken in die Säule 3a einzahlen und in der Steuererklärung vom Einkommen abziehen. Wer in keiner Vorsorgeeinrichtung versichert ist, kann bis zu 20 Prozent seines Erwerbseinkommens, maximal 34'128 Franken, in die Säule 3a einzahlen. Um sicherzugehen, dass die Einzahlungen bei der Bank oder Versicherung rechtzeitig verbucht werden, lohnt es sich, diese bis spätestens Mitte Dezember zu tätigen. Wird eine Einzahlung auf ein Säule- 3a-Konto nach dem 31. Dezember gutgeschrieben, kann der Betrag erst im nächsten Steuerjahr vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Worauf Sie bei der Einzahlung in Ihre Säule 3a sonst noch achten sollten, ist in den folgenden 6 Tipps zusammengefasst:

1. Zahlen Sie so viel wie möglich in die dritte Säule ein

Sie verbessern damit Ihre Altersvorsorge und sparen erst noch Steuern. Die Steuerersparnis beträgt pro 1000 Franken, die Sie einzahlen, je nach steuerbarem Einkommen und Wohnort rund 200 bis 400 Franken.

2. Einzahlungen können sich auch für Erwerbstätige im Rentenalter lohnen 

Männer, die über das ordentliche AHV-Alter hinaus erwerbstätig sind, dürfen bis längstens 70 in die dritte Säule einzahlen, Frauen bis 69. Für die Jahre nach der Pensionierung gilt es aber zu berücksichtigen, dass in einigen Kantonen der allgemeine Versicherungsabzug in der Steuererklärung höher ist, wenn keine Beiträge mehr an die Altersvorsorge geleistet werden.

3. Eine dritte Säule mit Wertschriften rentiert auf die Dauer besser als ein Zinskonto

Wer ein 3a-Konto besitzt, sieht sein Guthaben praktisch nur noch um die jährliche Einzahlung wachsen. Weil die 3a- Zinsen heute bei allen Banken nahe bei null stehen, fällt der Zinseszinseffekt weg. Und voraussichtlich werden die Zinsen noch lange tief bleiben. Mit einer 3a-Wertschriftenlösung nehmen Sparer kurzfristig zwar mehr Risiko in Kauf als mit einem 3a-Zinskonto, dafür erzielen sie langfristig in der Regel deutlich mehr Rendite. Dazu ein Vergleich: Wenn ein Vorsorgesparer in den letzten 25 Jahren jedes Jahr den gesetzlichen Maximalbetrag für Erwerbstätige mit Pensionskasse auf ein 3a-Zinskonto eingezahlt hat, besitzt er heute ein Guthaben von 196'718 Franken. Mit einer Wertschriftenlösung, die zu 40 Prozent in Aktien investiert, ist das Guthaben 41'498 Franken höher, wenn die jährlichen Gebühren 1,5 Prozent
betragen.

4. Wählen Sie eine Wertschriftenlösung mit tiefen Gebühren

Bei Wertschriftenlösungen mit aktiver Verwaltung verschlingen die Gebühren einen grossen Teil der Rendite. Deutlich kostengünstiger sind Wertschriftenlösungen, bei denen das Guthaben passiv verwaltet, also in ETF und andere Indexfonds investiert wird. Sie erzielen allein dank tieferer Gebühren über die Jahre eine Mehrrendite von mehreren tausend Franken.

5. Verlängern Sie Ihren Anlagehorizont über die Pensionierung hinaus

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Wertschriften bei der Pensionierung in das private Depot übertragen lassen können. Dann laufen Sie weniger Gefahr, die Wertschriften zu einem ungünstigen Börsenzeitpunkt verkaufen zu müssen. Dank des erweiterten Handlungsspielraums können auch ältere Erwerbstätige ihr 3a-Guthaben in Wertschriften investieren und von den langfristig besseren Renditeaussichten profitieren.

6. Eröffnen Sie zwei bis drei 3a-Konten, damit Sie sie später über mehrere Jahre verteilt beziehen können

Wer ein 3a-Konto auflöst, muss immer das ganze Guthaben auf diesem Konto beziehen. Verteilen Sie die Einzahlung daher jedes Jahr auf verschiedene Konten oder eröffnen Sie nach einiger Zeit ein weiteres Konto, auf das Sie die Jahresbeiträge fortan einzahlen.

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