Vorsorge gestaffelt beziehen: Wie gross ist die Steuerersparnis?

gourmet, 13.11.2018

Von Martin Fuchs, Pensionierungsexperte beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Angehende Pensionierte können einige zehntausend Franken sparen, wenn sie ihre Bezüge aus der Säule 3a und der Pensionskasse über mehrere Kalenderjahre verteilen. Wer seine Steuerbelastung senken will, muss aber rechtzeitig planen. 

Im Lauf des Erwerbslebens sparen die meisten Schweizerinnen und Schweizer viel Geld in der Pensionskasse und der Säule 3a an. Einige parkieren auch grössere Beträge auf einem Freizügigkeitskonto. Diese Gelder muss man beziehen, wenn man in Pension geht. Dabei fallen Auszahlungssteuern an, die einen Teil der Vorsorge auffressen.

Das Vorsorgesystem ist recht flexibel

Die Vorsorge-Guthaben werden nur einmal als Einkommen besteuert, zu einem tieferen Steuersatz und getrennt vom übrigen Einkommen. Danach zählen sie zum Vermögen. Bei der Berechnung der Auszahlungssteuer zählt die Steuerbehörde alle Bezüge in einem Kalenderjahr zusammen - in den meisten Kantonen auch die des Ehepartners. Je höher die Bezüge in einem Jahr, desto höher also der Steuersatz. Wenn man die Bezüge aber gut plant, kann man viel Geld sparen. Am besten ist es, die Auszahlungen auf mehrere Steuerperioden zu verteilen. Das Vorsorgesystem lässt einige Flexibilität zu: 3a-Gelder darf man bis zu fünf Jahre vor Erreichen des AHV-Alters beziehen. Das Gleiche gilt für Freizügigkeitskonten.

Am grössten ist das Sparpotenzial in der Regel bei der Pensionskasse. Wer zum Beispiel mit 63 Jahren sein Pensum auf 50 Prozent reduziert, kann bei vielen Pensionskassen dann schon die Hälfte seines Guthabens auszahlen lassen.

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