Tipps zum Jahresende: Säule 3a

Display, 3.12.2018

Von Jonas Schneider, Leiter LGBT Clients beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Mit der dritten Säule fürs Alter vorsorgen: Klar! Mit einem Zinskonto bringt das aber kaum noch was.

Neigt sich das Jahr dem Ende zu, sollte Mann die Einzahlungen in die Säule 3a nicht vergessen. Spätestens am 31. Dezember muss das Geld bei der Vorsorgeeinrichtung sein. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, mit dem Vorsorgesparen so früh wie möglich zu beginnen. Und wichtig: Verpasste Einzahlungen kannst du nicht nachholen. Zahle also jedes Jahr ein, auch wenn der Betrag kleiner ist als das Maximum. In diesem Jahr kannst du maximal 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen und somit in deiner Steuererklärung von deinem Einkommen abziehen.

Das gibt eine Steuerersparnis von 1300 bis 2300 Franken. Bist du keiner Pensionskasse angeschlossen, darfst du sogar bis zu 33'840 Franken oder maximal 20 Prozent deines Erwerbseinkommens einzahlen. Bei den rekordtiefen Zinsen in der Schweiz solltest du dir auch überlegen, wo du einzahlst: Auf einem Zins- oder einem Wertschriftenkonto. Am weitesten verbreitet ist dabei noch immer das Zinskonto. Doch ein aktueller Vergleich des VZ Vermögenszentrums bei rund 60 Banken zeigt, dass Zinskonten im Durchschnitt nur noch mit 0,27 Prozent verzinst werden.

Langer Anlagehorizont

Deshalb kann eine Wertschriftenlösung die bessere Wahl sein. Kurzfristig schwankt hier zwar der Wert des Guthabens, was bei den Zinskonten nicht der Fall ist. Für ein Wertschriftenkonto spricht allerdings der lange Anlagehorizont in der dritten Säule. Denn langfristig ist die Rendite bei Wertschriften deutlich höher als bei einem 3a-Konto.

Die meisten Banken bieten heute 3a-Wertschriftenlösungen an. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen, denn die Gebühren liegen bei rund 1,5 Prozent. Darum lohnt es sich, eine passive Lösung mit ETF zu prüfen. ETF sind an der Börse handelbare Indexfonds. Sie sind günstig und transparent. Und sie werfen auch dann Erträge ab, wenn die Börsenkurse nicht steigen. Bei Aktien-ETF sind das die Dividenden: Allein diese Ausschüttungen sind in der Regel deutlich höher als der Zins auf dem 3a-Konto.

Meine Tipps zur Säule 3a:

  • Du kannst problemlos von einem 3a-Konto in eine 3a-Lösung mit Wertschriften wechseln. Auch der Wechsel von einem zum anderen Anbieter ist jederzeit möglich.
  • Hast du bereits 50'000 Franken angespart, dann wähle eine zusätzliche 3a-Lösung. So kannst du später mit gestaffelten Bezügen die Steuerprogression brechen.
  • Sofern du nicht in eingetragener Partnerschaft lebst, melde deinen Partner bei allen deinen Säule 3a-Konten als begünstigte Person.

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