Baufinanzierung oder Baukredit?

Der Schweizerische Hauseigentümer HEV, 15.10.2018

Von Michael Müller, Experte HEV HypothekenZentrum AG

Leserfrage: Ich plane, meine Liegenschaft umfassend zu sanieren. Meine Bank bietet mir hierfür einen Baulupffit für 2,25 Prozent zuzüglich einer Kommission von 0,25 Prozent pro Quartal an. Gibt es alternative Finanzierungsmöglichkeiten?

Oft werden für Bauvorhaben sogenannte Baukredite gesprochen, die einen deutlich höheren Zins im Vergleich zu normalen Hypothekardarlehen aufweisen. Dafür bezahlt man jeweils nur auf dem tatsächlich beanspruchten Anteil Zinsen, hinzu kommt allerdings noch die erwähnte Kommission. Die höheren Kosten werden mit der vermeintlich inbegriffenen Baukostenkontrolle und dem erhöhten Risiko während der Bauzeit begründet.

Eine mögliche Alternative dazu ist die sogenannte Baufinanzierung. Dabei bezieht man die gesprochene Summe in Tranchen und kann diese Tranchen beispielsweise als günstige Geldmarkthypotheken aufnehmen. Bei grösseren Umbauvorhaben empfiehlt es sich, einen unabhängigen Bautreuhänder beizuziehen, der die Baukostenkontrolle seriös führt und Sie frühzeitig vor sich anbahnenden Mehrkosten warnt. Die Kosten für den Treuhänder sind gut investiertes Geld, und in Kombination mit einer Baufinanzierung kommt diese Lösung oftmals günstiger als ein klassischer Baukredit.

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