1e-Vorsorgepläne: Das sind die Vorteile für Firmeninhaber und Kaderangestellte

gourmet, 05.12.2018

Von Cyrill Bazzana, Pensionskassenexperte beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Noch immer schöpfen die Vorsorgepläne vieler Firmen die gesetzlichen Möglichkeiten nicht aus. So entgehen den gut verdienenden Versicherten wichtige Steuerersparnisse.

Die Vorsorgepläne vieler Unternehmen versichern nur einen Teil der Lohnsumme. Das führt bei Angestellten mit höheren Löhnen zu einer Vorsorgelücke, weil sie ihr Spar- und Einkaufspotenzial nicht ausschöpfen können. Arbeitgeber, die ihre leitenden Angestellten besserstellen möchten, können im Rahmen einer Kadervorsorge sogenannte lePläne anbieten. Damit erhalten Angestellte mit höheren Löhnen mehr Mitsprache für Lohnteile über 126'900 Franken. Die folgenden Gründe sprechen für eine solche Lösung:

  • In der Basisvorsorge profitieren Angestellte von den garantierten Mindestleistungen, während sie in der Kadervorsorge höhere Risiken eingehen können, um ihre Rendite zu verbessern - zum Beispiel, indem sie eine Aktienquote von 50 Prozent wählen.
  • Weil die Kadervorsorge nur überobligatorische Leistungen versichert, fällt die Quersubventionierung des obligatorischen Teils weg.
  • Mit einem optimierten Vorsorgeplan sparen die Versicherten Steuern und erhöhen ihr Einkaufspotenzial.

Ein Beispiel: Ein 52jähriger Geschäftsleiter verdient 280'000 Franken pro Jahr. Heute ist nur der koordinierte Jahreslohn versichert (maximal 150'000 Franken), und der Sparanteil beträgt 15 Prozent. Teilt er seine Vorsorge in eine Basis- und eine Kadervorsorge auf, kann er die Sparbeiträge für die Lohnteile ab 126'900 Franken unter Umständen auf bis zu 25 Prozent erhöhen. So steigen seine jährlichen Sparbeiträge von 18'800 auf 53'600 Franken (siehe Grafik).

So lässt sich eine Kadervorsorge optimieren

Beispiel (vereinfacht): Geschäftsleiter, 52 Jahre, AHV-Lohn 280'000 CHF

  • Die Risikoprämien sind im Schnitt 15 bis 25 Prozent tiefer, weil in der Kadervorsorge aufgrund der Eintrittsschwelle statistisch weniger Risiken eintreten.
  • Der Anlageerfolg wird den einzelnen Versicherten gutgeschrieben, darum sind keine kollektiven Wertschwankungsreserven nötig.
  • Die Pensionskasse muss keine Rückstellungen mehr aufbauen, was die Kosten deutlich senkt.
  • Das Risiko einer Unterdeckung sinkt, und Führungskräfte können langfristig ans Unternehmen gebunden werden.

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