Steuererklärung: Diese Abzüge solltest du nicht vergessen

Display, 1.3.2016

Von Jonas Schneider, Leiter LGBT Clients beim VZ VermögensZentrum

Das Ausfüllen der Steuererklärung ist für die meisten eine lästige Pflicht. So geht der eine oder andere Abzug gerne vergessen.

Damit die Steuerrechnung nicht höher ausfällt als nötig, solltest du alle zulässigen Sparmöglichkeiten ausschöpfen. Für die nächste Steuerperiode kannst du dir vormerken, dass man als Pendler neu weniger Fahrkosten beim Bund abziehen kann. Dafür sind seit 1. Januar 2016 neben den Weiterbildungskosten auch jene für Ausbildung, berufliche Umschulung, Wiedereinstieg und Berufsaufstieg bis zu einem Maximalbetrag von 12'000 Franken bei der direkten Bundessteuer abzugsfähig.

Säule 3a ist steuerlich attraktiv

Wer in die Säule 3a einzahlt, darf den Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das Säule-3a-Guthaben musst du nicht als Vermögen und die Zinserträge nicht als Einkommen versteuern. Erwerbstätige, die in einer Pensionskasse versichert sind, können 2016 bis zu 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen. Für Erwerbstätige ohne Pensionskasse beträgt die gesetzliche Limite 20 Prozent des massgebenden Einkommens, jedoch höchstens 33'840 Franken.

Spenden lohnt sich

Wer spendet, tut Gutes und spart auch Steuern. Beim Bund und in den meisten Kantonen darf man Spenden an steuerbefreite, gemeinnützige Institutionen im Umfang von bis zu 20 Prozent des Reineinkommens in Abzug bringen.

Krankheitskosten

Den grössten Teil der Kosten für Krankheit und Unfall übernehmen Krankenkasse und Unfallversicherung. Wer in einem Jahr je nach Kanton mehr als 3 bis 5 Prozent seines steuerbaren Reineinkommens für Krankheitskosten berappen muss, darf den Betrag abziehen, der diesen Prozentsatz übersteigt. Prüfe diesen Abzug insbesondere dann, wenn du letztes Jahr hohe Zahnarztkosten hattest.

Vermögensverwaltungskosten

Abzugsfähig sind in der Regel die Kosten für das Steuerverzeichnis der Bank, Depot gebühren, Schrankfach- und Safegebühren, Gebühren für die Rückforderung von Quellensteuern auf ausländischen Anlagen, Inkassospesen für Coupons sowie Gebühren für die Auslieferung von Wertschriften. In einigen Kantonen darf man pauschal 0,5 bis 3 Promille des Wertschriftenvermögens abziehen.

Liegenschaftsunterhalt

Bei älteren Liegenschaften oder Renovationen übersteigen die tatsächlichen Kosten für den Unterhalt oft den Pauschalabzug. In diesem Fall lohnt es sich, die effektiven Kosten abzuziehen. Abzugsfähig sind etwa werterhaltende und energiesparende Investitionen in die Liegenschaft. Kleinere Investitionen solltest du auf ein Kalenderjahr konzentrieren, damit du in den Jahren mit geringen Unterhaltskosten vom Pauschalabzug profitierst.

AHV-Beiträge nach Frühpension

Frühpensionierte müssen weiterhin AHV-Beiträge zahlen, bis sie ihr ordentliches Rentenalter erreichen. Die Beiträge für Nichterwerbstätige richten sich nach dem Vermögen und dem Renteneinkommen und können bis zu 24'000 Franken pro Jahr und Person betragen. Diese Beiträge darf man vom steuerbaren Einkommen abziehen.

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