So sorgst du am besten fürs Alter vor

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Display, 1.5.2016

Von Jonas Schneider, Leiter LGBT Clients beim VZ VermögensZentrum Zürich

Wie optimierst du die Rendite in der Säule 3a? Und welche Auswirkungen hat die eingetragene Partnerschaft auf AHV und Pensionskasse? Hier die wichtigsten Tipps.

Display: Peter (52) aus Bern und Marcello (48) aus Italien möchten ihre Partnerschaft eintragen lassen. Beide sind danach in der Schweiz wohnhaft. Peter fragt sich: Wie wirkt sich die eingetragene Partnerschaft auf AHV und Pensionskasse aus?

Nach der Eintragung der Partnerschaft ist Marcello automatisch bei der AHV versichert, selbst wenn er nicht in der Schweiz erwerbstätig ist. Von den AHV-Beiträgen, die Peter bezahlt, wird die Hälfte Marcello angerechnet - und umgekehrt. Wichtig ist, dass Peter den Wechsel des Zivilstandes seiner Pensionskasse (PK) meldet. Sollte Peter sterben, hat Marcello allenfalls Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen der zweiten Säule. In der Regel zahlen PKs dem überlebenden Partner aber nur dann eine Witwerrente aus, wenn er mindestens 45 Jahre alt ist und die Partnerschaft seit mindestens fünf Jahren eingetragen war.

Was geschieht bei einer späteren Trennung? Dann wird das während der eingetragenen Partnerschaft angesparte PK-Guthaben geteilt und den beiden je zur Hälfte gutgeschrieben. Wer das kleinere Guthaben aufweist, hat Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Aufgrund dessen können sich die PK-Leistungen des Partners, der eine Ausgleichszahlung leisten muss, unter Umständen erheblich verschlechtern. Diese Lücken lassen sich mit freiwilligen Einkäufen wieder schliessen.

Auch die AHV-Beiträge werden bei einer Trennung hälftig geteilt. Das ist aber nur ein rechnerischer Akt, Geldbeträge fliessen dabei keine. Anders als bei der PK lässt sich diese Vorsorgelücke nicht durch freiwillige Einzahlungen schliessen.

Display: Sascha (49) hat ein 3a-Zinskonto bei einer Kantonalbank. Weil Banken aktuell nur mickrige Zinsen zahlen, will er wissen, welche Alternativen er hat.

Sascha kann eine 3a- Wertschriftenlösung wählen. Dabei wird in Wertschriften investiert. Das bringt langfristig mehr ein als ein 3a-Zinskonto - vorausgesetzt, die Gebühren sind tief. Wenn Sascha in den letzten 25 Jahren jedes Jahr den Maximalbetrag für Erwerbstätige mit PK auf ein 3a-Zinskonto eingezahlt hat, besitzt er heute ein Guthaben von 205'343 Franken. Die Rendite einer Wertschriftenlösung, die zu 40 Prozent in Aktien investiert, betrug durchschnittlich 6,3 Prozent pro Jahr (vor Gebühren). Saschas Guthaben ist 48'000 Franken höher als mit einem Zinskonto, wenn die Gebühren der Wertschriftenlösung 1,0 Prozent betragen.

3a-Wertschriftenlösungen sind meist verwaltete Anlagefonds, die Verwaltungsgebühren belasten. Hinzu kommen je nach Anbieter Depotgebühren, Ausgabeaufschläge und Transaktionskosten. Günstiger sind Lösungen, bei denen das Guthaben passiv verwaltet wird. Viel Geld spart man oft mit sogenannten Indexfonds wie ETF. Bei diesen entfallen die Gebühren, die eine aktive Verwaltung der Guthaben verschlingt.