Neuer VZ-Workshop zur eingetragenen Partnerschaft

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Network, 30.5.2016

Die Eintragung der Partnerschaft kann sich erheblich auf die finanzielle Situation eines Paares auswirken. In einem neuen Workshop beantwortet das VZ VermögensZentrum alle Fragen zu den Themen Vorsorge und Nachlass.

Mit der Eintragung der Partnerschaft erhält die Beziehung gleichgeschlechtlicher Paare teilweise die gleichen Rechte und Pflichten wie die klassische Ehe – vor allem in den Bereichen Steuern, Erbschaft und Altersvorsorge. Im Todesfall hingegen ist der Partner trotz Eintragung oftmals zu wenig finanziell abgesichert. Jonas Schneider, Network-Mitglied von Zürich und Leiter LGBT-Clients beim VZ VermögensZentrum, erläutert im Rahmen eines Workshops, worauf homosexuelle Paare zu achten haben und wie du dich und deinen Partner möglichst gut absichern kannst. Die Workshops finden in Zürich statt und sind kostenlos.

Im Workshop werden unter anderem die Auswirkungen der Eintragung auf die Steuerbelastung und die künftige AHV behandelt. Heute erhalten Ehepaare und eingetragene Paare bei der Pensionierung höchstens 150 Prozent der maximalen AHV-Rente für Alleinstehende. Will heissen: Beide Partner erhalten zusammen höchstens 3525 Franken. Paare im Konkubinat kommen hingegen auf bis zu 4700 Franken im Monat. Je nach Einkommen der beiden Partner verändern sich die Einkommenssteuern nach der Eintragung zum Positiven oder Negativen. Im Kanton Zürich muss man nach der Eintragung meist deutlich höhere Einkommenssteuern bezahlen.

Viele gleichgeschlechtliche Paare gehen zudem davon aus, dass die Eintragung der Partnerschaft zu einer gegenseitigen Absicherung führt. Oftmals ist das aber nicht der Fall. Stirbt ein Partner, zahlen die AHV und die Unfallversicherungen nur dann eine Hinterbliebenenrente aus, wenn der überlebende Partner minderjährige Kinder betreut. Ansonsten geht der überlebende Partner leer aus.

Hoch sind die Hürden auch bei den Pensionskassen: Hier erhält der überlebende Partner nur dann eine Rente oder ein einmaliges Kapital, wenn er mindestens 45 Jahre alt ist und die Partnerschaft seit fünf Jahre eingetragen war.

Deutlich besser gestellt sind eingetragene Partnerinnen und Partner hingegen in Bezug auf das Erbrecht. Auch ohne Testament oder einen Erbvertrag erhält der überlebende Partner mindestens die Hälfte des Nachlassvermögens eines verstorbenen Partners. Hinterlässt der Verstorbene keine Kinder, erhält der hinterbliebene Partner gar mindestens drei Viertel des Nachlasses. Der übrige Viertel geht aber an die Eltern oder an die Geschwister, wenn beide Eltern bereits verstorben sind.

Im Workshop "Eingetragene Partnerschaft" erfährst du alles Wichtige, was du zur eingetragenen Partnerschaft wissen musst. Die Workshops dauern rund 90 Minuten und finden an folgenden Daten statt:

  • Donnerstag, 2. Juni, 18.30 Uhr,
  • Dienstag, 7. Juni, 18.30 Uhr,
  • ​Donnerstag, 9. Juni, 11.45,
  • Freitag, 24. Juni, 11.45 Uhr,
  • Dienstag, 28. Juni, 18.00 Uhr

Ort: VZ Lounge an der Beethovenstrasse 24 in Zürich. Moderiert werden die kostenlosen Workshops von Jonas Schneider, Network-Mitglied in Zürich.