Teurere Festhypotheken – warum?

Der Schweizerische Hauseigentümer, 15.03.2015 

Von Peter Bannwart, Leiter HypothekenZentrum AG

Ratgeber: Weshalb sind Festhypotheken teurer geworden, obwohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar die Minuszinsen deutlich erhöht hat?

Die meisten Banken finanzieren Festhypotheken mehrheitlich über kurzfristige Spargelder. Steigen die Spargeldzinsen an, können die Banken die laufenden Festzinssätze aber nicht einfach erhöhen. Somit tragen sie ein Zinsänderungsrisiko. Dieses lässt sich versichern. Anfang 2015 kostete die Absicherung einer zehnjährigen Laufzeit 0,6 Prozent.

Zusammen mit der Kreditmarge von beispielsweise 1,0 Prozent konnte die Bank demnach eine zehnjährige Festhypothek für 1,6 Prozent offerieren. Seit dem SNB-Entscheid sind die Absicherungskosten gestiegen, bei den zehnjährigen beispielsweise von 0,6 auf 0,95 Prozent. Deshalb verlangt die Bank heute für zehn Jahre fest 1,95 Prozent.

Anders kalkulieren Lebensversicherungen. Sie erhalten die Gelder aus langfristigen Rentenverpflichtungen und müssen Festhypotheken deshalb nicht absichern. Dafür sind sie aber bei den kürzeren Laufzeiten deutlich teurer und bieten die besonders günstigen LIBOR-Hypotheken meistens gar nicht an.

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