Im Nullzins-Umfeld ist es noch wichtiger Steuern zu sparen

gourmet, 12.6.2015

Von Konstantin Wyser, Vermögensexperte beim VZ VermögensZentrum

Wenn die Zinsen nahe bei null liegen oder sogar negativ sind, fallen die Steuern besonders stark ins Gewicht. Wer jetzt nicht aufpasst, sieht nicht nur seine Erträge schrumpfen, sondern auch sein Vermögen.

Nach Abzug der Konto-, Transaktions- und Depotgebühren sowie den Einkommenssteuern auf den mickrigen Zinserträgen sind die meisten Zinsanlagen heute ein Verlustgeschäft. Und wenn man auch die Vermögenssteuern mit einrechnet, schrumpft das Vermögen bedenklich.

Ein Ehepaar mit 3 Millionen Franken zahlt zum Beispiel in Basel über 23 000 Franken Vermögenssteuern pro Jahr.

Im aktuellen Umfeld lohnt es sich also noch mehr als sonst, steuergünstigen Anlageformen den Vorzug zu geben. Anders als Zinsen sind Kursgewinne in der Regel steuerfrei. Aus steuerlicher Sicht ist es darum sinnvoll, sein Geld so zu investieren, dass mehr steuerfreie Kursgewinne und weniger Zinserträge anfallen.

Einzahlungen in die dritte Säule und freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse sind für die meisten Steuerpflichtigen die mit Abstand wirkungsvollsten Massnahmen, um die Steuerbelastung zu senken. Die Einzahlungen darf man vom steuerbaren Einkommen abziehen, die Zins- und Dividendenerträge auf dem Pensionskassen- und 3a-Guthaben muss man nicht als Einkommen versteuern, und das Guthaben ist von der Vermögenssteuer befreit.

Steuern senken mit PK-Einkäufen

Mit einer modernen Kadervorsorge lässt sich das  Potenzial für Einkäufe in die Pensionskasse oft um mehrere hunderttausend Franken erhöhen. Die meisten PK-Lösungen nutzen den gesetzlichen Spielraum nämlich bei Weitem nicht aus.

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