Höherer Zinssatz bei Ablösung von Libor- Hypothek

Der Schweizerische Hauseigentümer. 01.04.2015

Von Peter Bannwart, Leiter Leiter HEV Hypotheken bei der HypothekenZentrum AG

M. S. Für unsere Geldmarkthypothek (Libor) zahlen wir aktuell 0,8 Prozent. Diese läuft Ende März aus. Obwohl die Libor-Zinsen gesunken sind, verlangt die Bank neu einen Zinssatz von 1,25 Prozent. Soll ich das Angebot annehmen?

Die Mehrheit der Banken finanziert Libor-Hypotheken über klassische Spargelder. In normalen Zeiten sind die Spargeldzinsen tiefer als die Libor-Sätze. Die Bank verdient also effektiv mehr, als sie im Kreditvertrag ausweist. Seit einiger Zeit ist der Libor aber tiefer als die Spargeldzinsen, was zur Folge hat, dass die Bank nun weniger verdient, als sie Ihnen gegenüber kundtut. Zusätzlich hat der Regulator höhere Eigenmittelvorschriften eingeführt, welche die Finanzierung von Hypotheken verteuern. Diese Verteuerung geben die Banken an ihre Kunden weiter. Die Erhöhung von 0,8 auf 1,25 Prozent ist dennoch happig, weshalb Sie mit der Bank nochmals das Gespräch suchen sollten. Falls sie Ihnen gar nicht entgegenkommt, macht ein Wechsel zu einem anderen Anbieter Sinn.

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