Die beste Vorsorge für Selbständige

Display, 1.4.2015

Von Jonas Schneider, Leiter LGBT Team beim VZ VermögensZentrum Zürich

Je höher dein Lohn als Selbständigerwerbender ist, desto attraktiver ist es, über eine Pensionskasse fürs Alter vorzusorgen.

Als Inhaber einer Einzelfirma, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft kannst du wählen, ob du mit oder ohne Pensionskasse für dein Alter vorsorgen möchtest. Wenn du dich keiner Pensionskasse anschliesst, darfst du jedes Jahr bis zu 20 Prozent deines Nettoeinkommens in die Säule 3a einzahlen, jedoch maximal 33'840 Franken pro Jahr.

Auch Selbständige, die in einer Pensionskasse versichert sind, können in die Säule 3a einzahlen. Die Beiträge sind in diesem Fall auf 6768 Franken pro Jahr beschränkt.

Weniger Steuern zahlen

Je höher dein steuerbares Einkommen ist, desto stärker fallen die Vorteile ei-
ner Pensionskasse ins Gewicht. Die steuerlich abzugsfähigen Sparbeiträge dürfen laut Gesetz bis zu 25 Prozent eines AHV-pflichtigen Jahreslohnes betragen.

Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse helfen, deine Steuerrechnung noch mehr zu senken. Vor allem in Jahren mit gutem Geschäftsgang kannst du mit Einkäufen deine Steuerbelastung deutlich reduzieren.

Einkäufe sind auch eine besonders gute Möglichkeit, um Firmenvermögen im Hinblick auf einen späteren Verkauf des Unternehmens steuergünstig in das private Vermögen zu überführen. Selbständige zahlen bei einer PK-Lösung zudem weniger Prämien für die Absicherung des Invaliditäts- und  Todesfallrisikos als bei einer privaten Lebensversicherung.

Bis zu 30 Prozent sparen

Mit der Wahl der richtigen Pensionskassen- Sammelstiftung können du und deine Angestellten viel Geld sparen. Bei den Kosten für die Verwaltung
und die Risikoleistungen bei Invalidität und Tod sind Unterschiede von mehr als 30 Prozent keine Seltenheit - bei identischen Todesfall- und Erwerbsunfähigkeitsleistungen.

Es lohnt sich daher, mehrere Offerten einzuholen. Auch wenn du dich als
Selbständiger bereits einer Pensionskasse angeschlossen hast, solltest du  dieses Sparpotenzial ausschöpfen.

Wenn du die Sammelstiftung wechseln möchtest, solltest du das Projekt jetzt in Angriff nehmen. Anschlussverträge an eine Sammelstiftung sehen nämlich in der Regel eine Kündigungsfrist von sechs Monaten vor. Wenn der aktuelle Vertrag per 31. Dezember 2015 kündbar ist, muss die
Kündigung also bis 30. Juni 2015 beim jetzigen Anbieter eintreffen.

Kapital ist geschützt

Zusätzlich zu den Prämien solltest du weitere Faktoren in einen Anbietervergleich mit einbeziehen, wie die Verzinsung der Altersguthaben, Rentenumwandlungssätze, Deckungsgrad, Garantien und Gesundheitsprüfungen. Wichtig ist auch der Schutz des Kapitals im Todesfall.

Bei vielen Pensionskassen sind freiwillige Einkäufe verloren, wenn der Versicherte stirbt. Die Pensionskasse finanziert damit nämlich die Partnerrente, die deinem Partner ohnehin zusteht. Bei modernen Sammelstiftungen ist das Kapital im Todesfall geschützt: Nach deinem Tod zahlt die Pensionskasse das Guthaben inklusive aller freiwilligen Einkäufe deinem Partner aus - zusätzlich zur Partnerrente.

Zudem kannst du die Anlagestrategie für deine Sparbeiträge selber wählen und dein Guthaben zum Beispiel in günstige Indexanlagen investieren.

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