Den Ehepartner maximal begünstigen

Der Schweizerische Hauseigentümer HEV, 10.8.2015

Von Karin Brunner, Nachlassexpertin beim VZ VermögensZentrum in Zürich

Erben - Viele Ehepaare möchten sich gegenseitig so weit wie nur möglich begünstigen, damit der überlebende Partner finanziell abgesichert ist.

Stirbt jemand, ohne eine letztwillige Verfügung zu hinterlassen, wird sein Vermögen nach den gesetzlichen Regeln verteilt. Wie viel dem überlebenden Ehegatten VermögensZentrum zusteht, hängt auch vom Güterstand ab.

Die meisten Ehepaare leben in einer Errungenschaftsbeteiligung. Bei diesem Güterstand wird das eheliche Vermögen in Eigengut und Errungenschaft aufgeteilt. Das Eigengut umfasst alles, was ein Ehegatte in die Ehe eingebracht oder während der Ehe geerbt oder geschenkt bekommen hat sowie den Wertzuwachs auf diesem Eigengut. Alles, was sie während ihrer Ehe gemeinsam erwirtschaften, ist Errungenschaftsvermögen und gehört beiden Ehepartnern zu gleichen Teilen. Dazu zählen die Ersparnisse, die sie mit ihrem Arbeitseinkommen bilden ebenso wie Erträge auf dem Vermögen, das zu ihrem Eigengut gehört.

Der überlebende Ehegatte erhält gemäss Güterrecht neben seinem Eigengut die Hälfte des gemeinsamen Errungenschaftsvermögens. Die andere Hälfte und das Eigengut des Verstorbenen fallen in seinen Nachlass. Davon steht dem überlebenden Ehegatten gemäss gesetzlicher Erbfolge die Hälfte zu. 

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