Ausstieg aus Festhypothek

Der Schweizerische Hauseigentümer, 01.02.2015

Ratgeber: Wir verkaufen unser Einfamilienhaus und haben eine Festhypothek, die noch zwei Jahre läuft. Für den vorzeitigen Ausstieg verlangt die Bank eine Entschädigung, die höher ist als der Betrag sämtlicher Zinsen bis zum ordentlichen Verfall. Da kann doch etwas nicht stimmen?

Peter Bannwart, Hypothekenexperte beim VZ VermögensZentrum: Wird eine Festhypothek vorzeitig aufgelöst, legt die Bank die Mittel für die Restlaufzeit am Geld- und Kapitalmarkt an. Die Differenz zwischen dem Hypothekarzins und dem Ertrag aus der Geldanlage wird dem Kunden als Ausstiegsentschädigung belastet. Seit der Einführung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank können die Banken diese Gelder nur noch zu Negativzinsen anlegen. Dadurch wird die Ausstiegsentschädigung grösser als der reine Hypothekarzins für die Restlaufzeit. Allerdings geben nicht alle Banken den Negativzins an die Kunden weiter, weshalb Sie das Gespräch mit Ihrer Bank suchen sollten. Noch besser ist es, wenn Sie Ihre Hypothek an den Käufer übertragen. Reduzieren Sie dafür den Kaufpreis um die Differenz zwischen dem Zinssatz Ihrer Hypothek und jenem, den der Käufer heute für eine zweijährige Hypothek zahlen müsste. Dies ist immer noch günstiger als ein Ausstieg, und zudem sparen Sie durch die Kaufpreisreduktion noch Grundstückgewinnsteuern.

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