Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 10. September 2021

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

AHV-Rente: Auf diese Punkte sollten Sie achten

Die meisten Schweizerinnen und Schweizer zahlen Beiträge in die AHV ein, aber nur wenige blicken bei der Rente durch. Als Erwerbstätiger sollte man die wichtigsten Regeln kennen.

Die Rente anmelden, beziehen oder aufschieben: Wer die Mechanismen der AHV kennt, kann unnötige Fehler vermeiden. Irrtümer sind aber weit verbreitet, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Frühpensionierung: Ich zahle keine Beiträge mehr

Das stimmt nicht. Die AHV-Beitragspflicht endet für Frauen mit 64 Jahr, für Männer mit 65 Jahren. Geht man vorzeitig in Pension, werden je nach Vermögen und Einkommen AHV-Beiträge von 503 bis 25’150 Franken fällig – pro Jahr und Person. Zu diesen Beiträgen hinzu kommen je nach AHV-Ausgleichskasse bis zu 5 Prozent Verwaltungskosten.

Beide Ehepartner bekommen eine Einzelrente

Falsch. Bei Ehepaaren werden die Renten zusammengezählt und plafoniert. Das bedeutet: Sobald der zweite Partner auch in Pension geht, bekommen die Eheleute zusammen höchstens 150 Prozent der Maximalrente für Alleinstehende – maximal also 3585 Franken pro Monat. Übersteigt die Summe der beiden Einzelrenten diese Obergrenze, werden beide Renten anteilsmässig gekürzt.

Der Aufschub der AHV ist eine schlechte Idee

Nein, keine schlechte Idee: Es kann sich lohnen, die AHV-Rente aufzuschieben. Wer länger arbeitet als bis 64 bzw. 65 oder finanziell noch nicht auf die Rente angewiesen ist, kann den Bezug der Rente um 1 bis 5 Jahre aufschieben. Der Vorteil: Bei einem Aufschub um beispielsweise 3 Jahre erhöht sich die Rente während der gesamten Bezugsdauer um 17,1 Prozent (Tabelle unten).

Bei einem Stellenverlust muss ich nichts machen

Falsch. Wer kurz vor seiner Pensionierung den Job verliert, muss sorgfältig abwägen, ob sich ein Vorbezug der AHV-Rente lohnt. Die Rente kann man schon 1 oder 2 Jahre vor dem regulären AHV-Alter beziehen. Bei einem Vorbezug um 2 Jahre schrumpft die Rente aber lebenslang um 13,6 Prozent (Tabelle).

Vergleich: Vorbezug, Aufschub und regulärer Bezug der AHV-Rente
Basis: Alleinstehender Mann, maximale AHV-Rente
Vergleich: Vorbezug, Aufschub und regulärer Bezug der AHV-Rente

Ein Vorbezug ist steuerlich unproblematisch

Nicht ganz. Wenn der Ehepartner noch arbeitet, muss man einen Vorbezug genau durchrechnen. Denn das Erwerbseinkommen und die vorbezogene AHV-Rente können zusammen eine so hohe Progression auslösen, dass die zusätzliche Steuerlast die Vorteile des Vorbezugs zunichte macht.

AHV-Beiträge kann man nicht senken

Doch, unter Umständen ist das möglich. Wer zum Beispiel schrittweise in Pension geht oder nach der Frühpensionierung noch ein Teilzeiteinkommen hat, kann seine AHV-Beiträge möglicherweise senken und den nichterwerbstätigen Ehepartner ganz von der Beitragspflicht befreien.

Die AHV-Rente fliesst automatisch

Das ist nicht korrekt. Wer die AHV-Rente beziehen will, muss das bei der AHV-Ausgleichskasse anmelden – am besten mindestens sechs Monate vor dem letzten Arbeitstag. Die Adresse der zuständigen AHV-Zweigstelle kennt der Arbeitgeber.

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