Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Diese Seite teilen

Newsletter vom 12. März 2021

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Über den Tod hinaus: So begünstigen Sie Ihren Ehepartner maximal

Wenn Ehepaare nicht für den Todesfall vorkehren, kann der überlebende Ehepartner in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Denn vielleicht fehlt das Geld, um die Kinder oder andere Erben auszuzahlen. Im schlimmsten Fall droht der Verkauf des Eigenheims.

Viele Ehepaare möchten sich gegenseitig so weit wie möglich begünstigen, damit der überlebende Partner finanziell abgesichert ist, falls etwas geschieht. Zwar steht Verheirateten auch ohne spezielle Anordnungen neben den güterrechtlichen Ansprüchen die Hälfte des Nachlassvermögens zu. Unter Umständen reicht das aber nicht aus.

So nutzen Ehepaare die wichtigsten Möglichkeiten, um ihren Ehepartner maximal abzusichern:

1. Gesamte Errungenschaft zuweisen

Weisen Sie sich in einem Ehevertrag gegenseitig die gesamte Errungenschaft zu. Das ist der Teil des Vermögens, den Sie beide während Ihrer Ehe zusammen aufgebaut haben. Dazu gehört meistens auch das gemeinsame Eigenheim. Mit dieser Regelung wird nur das Eigengut des Verstorbenen unter allen Erben aufgeteilt, also das, was der Ehegatte in die Ehe eingebracht bzw. während der Ehe geerbt oder geschenkt bekommen hat sowie den Wertzuwachs auf diesem Eigengut. Die Zuweisung der Errungenschaft stellt den überlebenden Ehepartner deutlich besser, falls das eheliche Vermögen primär aus Errungenschaft besteht. Eine solche Regelung gilt nicht gegenüber nicht gemeinsamen Kindern.

2. Wechsel zur Gütergemeinschaft

Stammt das eheliche Vermögen jedoch hauptsächlich aus Eigengut, bringt die Zuweisung der Errungenschaft keine deutliche Verbesserung gegenüber der gesetzlichen Variante. In dieser Situation kann man den weniger begüterten Partner weiter absichern, indem man zur Gütergemeinschaft wechselt. Bei diesem Güterstand wird der Grossteil des Eigenguts zu Gesamtgut, welches beiden Ehepartnern je zur Hälfte gehört. Den Güterstand können Sie mittels eines Ehevertrages wechseln.

3. Kinder auf Pflichtteil setzen

Mit einem Testament oder Erbvertrag lässt sich der Anspruch der Kinder verringern und so der überlebende Ehepartner weiter begünstigen. Setzen Sie Ihre Kinder auf den Pflichtteil von (heute noch) 3/8, so können Sie die dadurch freigewordene Quote dem Ehepartner zuweisen. Wie die Grafik zeigt (Beispiel links), erhält der überlebende Ehepartner jetzt 5/8 der Erbmasse. Zusammen mit der Zuweisung der gesamten Errungenschaft ist damit in der Regel eine maximale Begünstigung des Ehepartners erreicht.

Erbrechtliche Begünstigung des Ehegatten1

Erbrechtliche Begünstigung des Ehegatten<sup>1</sup></p>

4. Nutzniessung gewähren

Wie die Grafik oben zeigt (Beispiel rechts), gibt es eine Alternative: Vereinbaren Sie, dass Ihr Ehepartner 1/4 vom Nachlass zum Eigentum und 3/4 zur lebenslangen Nutzniessung bekommt. Dem Ehepartner steht in diesem Fall nur noch ein Viertel statt wie gesetzlich vorgesehen die Hälfte als Eigentum zu. Den Erbteil der Kinder (drei Viertel) darf er jedoch verwalten und Erträge daraus, wie Mieteinnahmen, Zinsen und Dividenden, für sich behalten. Eine Nutzniessung am gesamten Nachlass ist nur zulasten gemeinsamer Kinder und ihrer Nachkommen möglich. Die Pflichtteile von Kindern aus früheren Beziehungen müssen berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass sie die uneingeschränkte Herausgabe ihres Pflichtteils verlangen können.

Sie möchten alle Möglichkeiten nutzen, um Ihren Ehepartner maximal abzusichern? Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "Begünstigung des überlebenden Ehepartners". Oder reservieren Sie einen kostenlosen Termin im VZ – zum Beispiel auch via Videobesprechung.