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Newsletter vom 8. September 2021

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Fokus: So bilden ETF einen Index nach

ETFs bilden einen bestimmten Index möglichst exakt nach. Dieses Ziel lässt sich auf verschiedene Arten erreichen. ETF-Anleger sollten die wesentlichen Unterschiede bei der Indexnachbildung kennen.

ETF sind bei Anlegern beliebt. An der Schweizer Börse SIX sind mittlerweile rund 1600 ETF gelistet. Diese Anlagefonds lassen sich nach ihrer Replikationsart unterscheiden. Unter Replikation versteht man die Art und Weise, wie ein ETF einen Index abbildet. Grundsätzlich wird zwischen der physischen (direkten) und der synthetischen (indirekten) Replikation unterschieden (siehe Tabelle).

Physische Replikation Synthetische Replikation
Direkte Investition in die Indextitel Keine direkte Investition in die Indextitel
Einfach verständlich Indexnachbildung mittels Swap
Nicht geeignet für gewisse Anlageklassen (z.B. Rohstoffe) Weniger einfach verständlich
  Auch geeignet für Anlageklassen wie z.B. Rohstoffe

Bei der physischen Replikation wird direkt in die im Index enthaltenen Titel investiert. Hier gibt es drei Ansätze. Die klassische und einfachste Methode ist die volle Replikation. Dabei enthält das Fondsportfolio alle Indextitel mit exakt den gleichen Gewichtungen wie der Index. Ein voll replizierender Fonds auf den Schweizer Aktienindex SMI beispielsweise kauft die 20 im Index enthaltenen Titel mit exakt derselben Index-Gewichtung.

Einige Indizes bestehen aus einer deutlich höheren Anzahl Titel als der SMI. Der US-Index S&P 500 beispielsweise umfasst 500 Unternehmen, der globale MSCI World sogar 1600 Unternehmen. Um die Kosten der Indexnachbildung zu begrenzen, werden bei Produkten auf solche Indizes oft Stichprobenverfahren angewendet. Dabei wird der jeweilige Index nur mit einem Teil der im Index enthaltenen Titel abgebildet. Bei der repräsentativen Stichprobe werden nur die Titel mit der höchsten Gewichtung berücksichtigt und proportional neu gewichtet. Fonds, die eine optimierte Stichprobe anwenden, bestimmen die neuen Gewichtungen anhand statistischer Optimierungsmethoden, um den Index möglichst genau abzubilden.

Nachbildung durch Tauschgeschäft

Bei der synthetischen Replikation erfolgt die Indexnachbildung mittels eines Tauschgeschäfts, eines sogenannten Swaps. Der ETF-Anbieter tauscht die Rendite von in seinem Portfolio liegenden Titeln gegen die Rendite des abzubildenden Indexes. Die Gegenpartei eines solchen Tauschgeschäfts ist oft eine Investmentbank. Dabei kommt es zu Risiken, weil die Gegenpartei in Konkurs gehen und so das Tauschgeschäft nicht weiter durchgeführt werden kann. Allerdings dürfen diese Risiken nicht mehr als zehn Prozent des ETF-Vermögens betragen. In der Praxis sind die Gegenparteirisiken allerdings tiefer, da sich die ETF-Anbieter mit hinterlegten Sicherheiten vor einem Konkurs der Gegenpartei schützen oder die Risiken auf mehrere Gegenparteien verteilen.

Die synthetische Replikation ist teilweise weniger transparent als die physische Indexabbildung. Sie eignet sich allerdings besser, um beispielsweise illiquide Märkte abzubilden. Gewisse Märkte, etwa im Rohstoffbereich, lassen sich nur synthetisch abbilden. Denn die ETF-Anbieter sind kaum in der Lage, Rohstoffe wie Gold oder Erdöl physisch einzulagern.

Mehr physisch replizierende ETF

Während ursprünglich sämtliche ETF physisch repliziert waren, wurden im Laufe der Zeit immer mehr ETF synthetisch aufgesetzt. Vor ein paar Jahren wurden synthetische ETF vor allem wegen ihrer Gegenparteirisiken scharf kritisiert. Deshalb wird in den letzten Jahren vermehrt wieder die physische Replikation angewendet. Manche ETF-Anbieter haben von der synthetischen auf die physische Replikation gewechselt. Deswegen sind physisch replizierende ETF an der Schweizer Börse SIX inzwischen klar in der Überzahl (siehe Grafik).

Physisch replizierende ETF in der Überzahl
Etwa drei Viertel aller heute an der Schweizer Börse SIX kotierten ETF verwenden die physische Replikation.
Physisch replizierende ETF in der Überzahl

Quelle: SIX

Allerdings können auch bei der physischen Replikation Risiken auftreten, wenn zum Beispiel Wertpapierleihgeschäfte zur Anwendung kommen. In diesem Fall leiht der ETF-Anbieter die Indextitel für eine bestimmte Zeit und gegen Sicherheiten an eine andere Partei aus. Er geht dabei das Risiko ein, dass die Gegenpartei diese Wertpapiere nicht mehr zurückgeben kann. Dafür erhält der ETF-Anbieter im Gegenzug eine Leihgebühr, die teilweise dem ETF-Vermögen gutgeschrieben wird und zur Rendite des ETF beiträgt. Damit profitiert auch der Anleger von solchen Wertpapierleihen.

Replikationsqualität prüfen

Die Replikationsart kann sich auf die Replikationsqualität auswirken. Mit Replikationsqualität ist gemeint, wie gut der ETF den Index abbildet. Um die Replikationsqualität eines ETF zu messen, lohnt es sich, die Differenz zwischen der ETF-Rendite und der Indexrendite zu vergleichen. Unterscheidet sich die ETF-Rendite stark von der Indexrendite oder kommt es zu starken Schwankungen der Differenz, ist Vorsicht geboten.

Das starke Wachstum von ETF und die damit einhergehende Produktvielfalt haben dazu geführt, dass es für Anleger immer wichtiger, aber auch immer anspruchsvoller wird, sich vor dem Kauf seriös und detailliert zu informieren.

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Aktien Schweiz: Auffälligkeiten und Renditen

Die folgenden Auswertungen geben einen Überblick zur Entwicklung der Aktien der 100 grössten Unternehmen an der Schweizer Börse SIX. Alle Performancezahlen werden inkl. Dividenden gerechnet und in Schweizer Franken dargestellt.

Grösste Kursveränderungen der letzten fünf Handelstage
Die folgende Übersicht zeigt die fünf Aktien mit den positivsten (Gewinner) und negativsten (Verlierer) Kursveränderungen der letzten fünf Handelstage (31.08. – 07.09.2021).
Grösste Kursveränderungen der letzten fünf Handelstage

Grösste Kursveränderungen seit Jahresbeginn
Die folgende Übersicht zeigt die fünf Aktien mit den positivsten (Gewinner) und negativsten (Verlierer) Kursveränderungen seit Anfang des Jahres (31.12.2020 – 07.09.2021).
Grösste Kursveränderungen seit Jahresbeginn

Neue 52-Wochen-Höchstkurse in den letzten fünf Handelstagen
Die folgenden Aktien haben in den letzten fünf Handelstagen im Vergleich zur Kursentwicklung in den letzten 52 Wochen (1 Jahr) neue Höchstkurse erreicht.
Neue 52-Wochen-Höchstkurse in den letzten fünf Handelstagen

Aktien neu über 200-Tagesdurchschnitt
Die folgenden Aktien haben in den letzten fünf Handelstagen den 200-Tagesdurchschnitt nach oben durchbrochen. Die Abweichung zum 200-Tagesdurchschnitt ist per 07.09.2021.
Aktien neu über 200-Tagesdurchschnitt

Aktien neu unter 200-Tagesdurchschnitt
Die folgenden Aktien haben in den letzten fünf Handelstagen den 200-Tagesdurchschnitt nach unten durchbrochen. Die Abweichung zum 200-Tagesdurchschnitt ist per 07.09.2021.
Aktien neu unter 200-Tagesdurchschnitt

Grösste Abweichungen zum 200-Tagesdurchschnitt
Die folgende Übersicht zeigt die fünf Aktien mit der stärksten Abweichung zum 200-Tagesdurchschnitt nach oben oder unten (per 07.09.2021).
Grösste Abweichungen zum 200-Tagesdurchschnitt

Neue überkaufte Aktien
Die folgenden Aktien haben in den letzten fünf Handelstagen den RSI-Wert (Relative Stärke Index) von 70 nach oben durchbrochen. Der RSI-Wert ist per 07.09.2021.
Neue überkaufte Aktien

Neue überverkaufte Aktien
Die folgenden Aktien haben in den letzten fünf Handelstagen den RSI-Wert (Relative Stärke Index) von 30 nach unten durchbrochen. Der RSI-Wert ist per 07.09.2021.
Neue überverkaufte Aktien

Top 20 Momentum Modellportfolio
Das folgende Portfolio enthält die 20 Aktien mit der höchsten Relativen Stärke innerhalb des Universums der 100 Aktien. Dabei werden die 100 Aktien für jeden Zeitraum (20, 120 und 240 Tage) nach der Höhe der Rendite rangiert. Die Aktie mit der besten durchschnittlichen Rangierung erhält danach den Relative-Stärke-Rang 1. Solange eine im Modellportfolio enthaltene Aktie den Relative-Stärke-Rang von 50 nicht überschreitet, bleibt die Position gesetzt. Verliert eine Aktie zu viel an Relativer Stärke (über Rang 50), wird diese durch die noch nicht im Portfolio enthaltene Aktie mit der höchsten Relativen Stärke ersetzt.
Top 20 Momentum Modellportfolio

Veränderungen im Modellportfolio
Veränderungen im Top 20 Momentum Modellportfolio in den letzten fünf Handelstagen.
Veränderungen im Modellportfolio

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