KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 9. August 2021

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Neues Versicherungsgesetz: Darum sollten Firmen genau hinschauen

Das Versicherungsvertragsgesetz wird angepasst. Es bringt Vorteile im Bereich der Grossrisiken und ist konsumentenfreundlicher. Doch Achtung: Unternehmen sollten abklären, welche Änderungen die Revision für sie bedeutet. Diese Punkte sind wichtig.

Ab 1. Januar 2022 tritt das angepasste Versicherungsvertragsgesetz (VVG) in Kraft. Dieses Gesetz regelt das Verhältnis zwischen den Versicherern und ihren Privat- und Firmenkunden. Für sie haben die Neuerungen weitreichende Auswirkungen. Das Wichtigste in Kürze:

  • Widerrufsrecht: Versicherte können innerhalb einer Bedenkfrist von 14 Tagen von ihrem Vertrag zurücktreten. Beispiel: Ein Unternehmer schliesst eine Versicherung ab. Zehn Tage später merkt er, dass er einen Fehler gemacht hat. Er kann den Vertrag künftig ohne Verpflichtung innert der Bedenkfrist kündigen. Achtung: Bei kollektiven Personenversicherungen gilt dieses Widerrufsrecht nicht.
  • Kündigungsrecht: Neu kann ein Vertrag auf das Ende des dritten Jahres oder jedes darauffolgenden Jahres gekündigt werden – selbst dann, wenn der Vertrag auf längere Zeit vereinbart wurde. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Beispiel: Eine Firma schliesst einen Vertrag für fünf Jahre ab. Sie kann den Vertrag trotzdem nach drei Jahren beenden. Der Versicherer hat dieses Recht ebenfalls.
  • Kündigungsverzicht: In der Krankenzusatzversicherung steht das ordentliche Kündigungsrecht und das Kündigungsrecht im Schadenfall nur noch dem Versicherten zu, nicht aber dem Versicherer. Ausserdem verjähren die Forderungen aus dem Vertrag neu erst nach fünf Jahre statt wie bisher nach zwei Jahren. Beispiel: Im Schadenfall der ein Krankenzusatzversicherer den Vertrag nicht mehr kündigen.
  • Verjährungsfrist: Die Verjährungsfrist für vertraglich vereinbarte Leistungsansprüche wird von zwei auf fünf Jahre verlängert. Die Ansprüche verjähren neu erst fünf Jahre nach dem Schadenfall. Beispiel: Ein Versicherter meldet seinen Anspruch auf eine Leistung vier Jahre nach Eintritt des Schadens. Sein Anspruch ist also noch nicht verjährt.
  • Forderungsrecht: Wer einen Haftpflichtanspruch hat, kann diesen Anspruch neu direkt gegenüber dem Haftpflichtversicherer des Schädigers geltend machen. Dies, obwohl der Vertrag nicht mit ihm, sondern mit dem Haftpflichtigen abgeschlossen wurde. 

Schauen Sie genau hin!

Wegen der Gesetzesrevision müssen die meisten Versicherer ihre Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) erneuern. Unternehmerinnen und Unternehmer sollten darum sorgfältig prüfen, was sich für sie und ihre Firma ändert. Im Zuge der Revision müssen die Anbieter nämlich auch ihre Versicherungsprodukte anpassen. Änderungen gibt es zudem im Vertrieb, bei der Schadenserledigung und der Vertragsauflösung. Die meisten Privat- und Firmenkunden sind davon betroffen.

Sie möchten wissen, was sich für Sie ändert und ob Ihre Firma im Zuge der Umsetzung des neuen VVG handeln muss? Die Spezialisten des VZ Versicherungsmanagement analysieren Ihre Versicherungs- und Vorsorgesituation kostenfrei. 

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