KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 22. März 2021

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

BVG-Reform: Das müssen Unternehmer wissen

Die berufliche Vorsorge steht unter Druck. Mit der geplanten BVG-Reform soll das Rentensystem erneuert werden. Gewisse Eckwerte der Vorlage werden zwar noch heftig diskutiert. Schon heute zeichnet sich aber ab, dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer die Vorsorge in ihrer Firma anpassen müssen.

Der toxische Mix aus steigender Lebenserwartung, tiefen Zinsen, fixem Pensionierungsalter und zu hohen Renten machen den Pensionskassen zu schaffen. Auch darum haben der Gewerbeverband (SAV), der Gewerkschaftsbund (SGB) und Travail.Suisse zuhanden des Bundesrats einen Vorschlag zur Revision der beruflichen Vorsorge erarbeitet.

Dieser sogenannte Kompromissvorschlag zur Reform hat zum Ziel, das Vorsorgesystem finanziell zu stärken, die Renten zu sichern und Teilzeitarbeitende besserzustellen – und damit viele Frauen. 

Eckwerte der Reform sind zum Beispiel, dass der Koordinationsabzug von heute 24'885 Franken halbiert wird und die Sparbeiträge bei den Jüngeren angehoben und für Ältere herabgesetzt werden (siehe Tabelle). Auch soll der gesetzliche Mindestumwandlungssatz von heute 6,8 auf 6,0 Prozent sinken.

BVG-Reform: Geplante Anpassung der Sparbeiträge
Die BVG-Reform sieht unter anderem eine Anpassung der Sparbeiträge (Altersgutschriften) vor. Mit der Anpassung sollen Mehrkosten für die höchste Altersstufe entfallen und die beruflichen Chancen von älteren Arbeitnehmern erhöht werden.
BVG-Reform: Geplante Anpassung der Sparbeiträge

Gegen diese Eckwerte spreche nichts, obwohl zum Beispiel ein versicherungstechnisch korrekter Umwandlungssatz heute unter 5 Prozent liegen müsste. Das sagt jetzt eine Allianz von Verbänden, zu der etwa der Pensionskassenverband ASIP sowie mehrere (Arbeitgeber-)Verbände und Interessengemeinschaften zählen.

Streitpunkt ist allerdings der im Reformvorschlag vorgesehene pauschale Zuschlag, wonach künftige Rentner als Ausgleich zur Reduktion des Umwandlungssatzes einen monatlichen Zustupf von bis zu 200 Franken erhalten sollen – ein Zuschlag, der solidarisch über einen Beitrag von 0,5 Prozent auf dem AHV-pflichtigen Jahreseinkommen finanziert werden soll.

Die Allianz der Verbände kritisiert, dass diese Zuschläge nach dem Giesskannenprinzip fliessen würden. Das habe eine neue, systemwidrige und inakzeptable Umverteilung zur Folge. Besser sei es, nur jene zu kompensieren, deren ordentliche Jahresrente als Folge der Reform sinkt.

Folgen für Unternehmer

Diese Zuschläge dürften in den kommenden Beratungen zur Reform noch heftig diskutiert werden. Schon heute zeichnet sich aber ab, dass die geplante Reform tiefgreifende Folgen für die Schweizer Firmen haben wird. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer müssen die Vorsorge in ihrer Firma anpassen.

Durch die Erhöhung des versicherten Lohnes steigen zum Beispiel auch die Sparbeiträge. Daraus ergibt sich eine Altersrente, die je nach Alter der versicherten Mitarbeitenden tiefer ausfällt, weil der Umwandlungssatz sinkt. Diesem Umstand soll mit Übergangsregelungen Rechnung getragen werden. Und sicher ist, dass für Unternehmen die Kosten steigen werden.

Sie wollen wissen, wie sich die BVG-Reform/der Kompromissvorschlag auf Ihre Firma auswirken und wie Sie die unerwünschte Umverteilung so weit wie möglich vermeiden? Lassen Sie Ihre Pensionskasse jetzt vom VZ analysieren: PK-Analyse. Die Experten zeigen Ihnen, was Sie unternehmen müssen. Oder vereinbaren Sie direkt einen Termin für ein unverbindliches Gespräch.

KMU-Nachfolge: Macht Corona einen Strich durch die Pläne?

Unternehmerinnen und Unternehmer sind verunsichert, ob sie ihre Firma trotz Pandemie verkaufen können. Jetzt ist professioneller Rat besonders wichtig.

Unternehmen bekommen die Folgen der Pandemie unterschiedlich zu spüren. Auf der einen Seite stehen die Gewinner, die sich vor Geschäften kaum retten können – auch dank der Digitalisierung. Auf der anderen Seite kämpfen viele ums nackte Überleben. Ihnen ist ein grosser Teil des Umsatzes weggebrochen. Und auch Folgeaufträge bleiben häufig aus.

Chancen sind intakt

Gravierend ist die Lage auch für all jene, die ihre Nachfolge regeln müssen. Sie befürchten, dass ihre Chancen auf den erfolgreichen Verkauf ihrer Firma immer kleiner werden. Die Beobachtungen der Spezialisten des VZ zeigen aber: In vielen Branchen ist der Markt intakt. Professionelle Käufer und strategische Investoren wie zum Beispiel Mitbewerber und Lieferanten halten Ausschau nach attraktiven Firmen und Kaufmöglichkeiten – gerade auch jetzt. 

Solche Interessenten können die Situation richtig einschätzen und beurteilen nicht einzelne Geschäftsjahre, sondern die künftige Marktfähigkeit und das Potenzial einer Firma. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Unternehmer keine Zeit verlieren und alle notwendigen Massnahmen einleiten, um ihre Firma wie geplant weiterzugeben:

Vorbereitung: KMU, die potenzielle Käufer überzeugen wollen, müssen jetzt umso mehr zeigen, welche Substanz und welches Gewinnpotenzial in der Firma stecken, mit und ohne Corona. Dabei hilft es, wenn sie mit einer erfahrenen Fachperson eine aussagekräftige Firmen-Dokumentation erstellen. Ein Nachfolge-Spezialist kann dabei auch beurteilen, wie sich ein Covid-19-Kredit auf die Finanzierung auswirkt. Und vielleicht ist jetzt auch der richtige Moment, um mit der Hilfe eines Profis das Geschäftsmodell krisenresistenter zu machen – zum Beispiel, indem man die Digitalisierung nutzt, um neue Märkte und Kundensegmente zu erschliessen.

Bewertung: Trotz der vielen Unsicherheiten ist es sinnvoll, die Firma jetzt bewerten zu lassen. Eine professionelle Bewertung gibt Aufschluss über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Firma. Auf dieser Basis können verschiedene Szenarien helfen, eine realistische Bandbreite des Kaufpreises zu bestimmen, sinnvolle Konditionen für die Übernahme zu definieren und die passenden Finanzierungsstrategien herzuleiten.

Sie wollen Ihre Nachfolge regeln und Ihr Unternehmen verkaufen? Bestellen Sie das Merkblatt "Tipps für den Firmenverkauf". Oder vereinbaren Sie direkt einen Termin für ein unverbindliches Gespräch mit den Nachfolge-Experten im VZ in Ihrer Nähe. 

Diese Seite teilen