KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 25. Januar 2021

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Versicherungsbroker sollten zugunsten der Firmen umdenken

Viele Firmen verlassen sich für ihre Vorsorge auf einen Versicherungsbroker. Unter Umständen empfiehlt der Broker aber nicht die Lösung, die für die Firma optimal wäre – sondern jene, an der er am meisten verdient.

Viele Firmen nehmen die Hilfe eines Versicherungsbrokers in Anspruch, wenn sie eine passende Vorsorge-Lösung suchen. Für ihre Vermittlung entschädigen Pensionskassen die Broker mit einer Courtage.

Ein Gutachten des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP kommt jetzt zum Schluss, dass solche Entschädigungen problematisch sein können, weil sie falsche Anreize setzen.

Weil diese Entschädigungen unterschiedlich hoch sind, können sie zu einem Interessenkonflikt führen. Grund ist: Wenn ein Versicherungsbroker aus mehreren vergleichbaren Angeboten wählen kann, ist die Versuchung unter Umständen gross, die Pensionskasse zu empfehlen, die dem Broker jedes Jahr eine hohe Courtage zahlt – und nicht jene, die für die Firma und für ihre Mitarbeitenden am besten wäre.

Hohe Courtagen setzen falsche Anreize
Ausschreibung des VZ für ein Architekturbüro mit 56 Mitarbeitenden: Sparbeiträge 550'000 Franken; Deckungskapital 4,8 Mio. Franken vergleichbare Prämien und Lösungen; jährliche Courtagen in Franken
Hohe Courtagen setzen falsche Anreize

Ein Beispiel: Bei einer Ausschreibung des VZ für ein Architekturbüro mit 56 Mitarbeitenden offerieren sechs Anbieter vergleichbare Lösungen und Prämien. Ein Versicherer bietet dem Broker 14'400 Franken pro Jahr an. Demgegenüber beträgt die tiefste Courtage 3000 Franken pro Jahr. Das sind 11'400 Franken weniger – Jahr für Jahr, obwohl die Dienstleistung des Brokers immer die gleiche sein sollte (Grafik).

Entschädigung entkoppeln

Hier ist ein Umdenken angebracht: Damit der Interessenkonflikt der Versicherungsbroker wegfällt, muss die Entschädigung von den Anbietern und der Höhe der Prämie entkoppelt werden. 

Dieser Meinung ist auch Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbands ASIP: "Eine gute Beratung sollte man nach Aufwand bezahlen können. Eine Firma kann mit dem Broker zum Beispiel eine Pauschale oder ein Honorar vereinbaren. Das ist transparenter, und die Interessen der Versicherten sind so viel eher gewahrt", sagt Konrad gegenüber dem VZ.     

Tipp: Das VZ verrechnet zum Beispiel eine Pauschale pro versicherter Person – unabhängig vom Anbieter. So gibt es keinen Grund, Angebote mit hohen Courtagen zu bevorzugen.

Sie möchten die Vorsorge in Ihrer Firma nicht unnötig belasten? Die Experten des VZ helfen Ihnen gerne. Bestellen Sie das Merkblatt "Versicherungsbroker". Oder sprechen Sie mit einem Spezialisten: Vereinbaren Sie einen Termin im VZ.

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