Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 20. November 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Säule 3a: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Wer mit der Säule 3a für sein Alter vorsorgt, ist auf Rendite angewiesen. Viele Sparerinnen und Sparer geben sich allerdings mit den mageren Zinsen auf dem 3a-Konto zufrieden.

Wer seine dritte Säule optimiert, hat im Alter deutlich mehr Geld zur Verfügung. Diese Fehler sollte man vermeiden, wenn man das Maximum herausholen möchte:

Fehler 1: Am Konto festhalten

0,15 Prozent Zins zahlen die Banken noch durchschnittlich auf 3a-Konten. Bei so tiefen Zinsen ist die Rendite mehr als bescheiden. Und auch der Effekt des Zinseszinses fällt praktisch weg. Diese 3a-Guthaben wachsen kaum mehr durch die Zinsen, sondern nur noch durch die Einzahlungen der Sparer.

Tipp: Wer steuerbegünstigt sparen möchte, setzt heute besser auf eine Säule 3a mit Wertschriften. Mit so einer Lösung kann der Wert des Guthabens kurzfristig zwar ins Negative schwanken, dafür ist die Rendite längerfristig deutlich höher als mit einem 3a-Konto.

Fehler 2: Teure Lösung wählen

Weil ein 3a-Konto kaum noch Zins abwirft, wählen immer mehr Sparer eine Lösung mit Wertschrif­ten – zu Recht. Viele Banken bieten heute 3a-Wertschriftenlösungen an. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen. Oft handelt es sich um aktiv gemanagte Fonds, die hohe Gebühren verursachen. Einige Banken ziehen von der Rendite 1,5 Prozent oder mehr ab.

Tipp: Es lohnt sich, eine passive Lösung mit ETF zu prüfen. ETF sind günstig und transparent, und dank der Dividenden werfen sie auch dann Erträge ab, wenn die Börsenkurse nicht steigen. Ein Beispiel: 2010 wechselte eine Sparerin ihr 3a-Guthaben zur VZ-Lösung mit ETF und wählte einen Aktienanteil von 45 Prozent. Bis 2020 hat sie eine Rendite von rund 38'000 Franken erzielt. Hätte sie ihr Geld aber auf dem 3a-Konto stehen lassen, hätte sie 31'256 Franken weniger (Tabelle):

Säule 3a: Renditevergleich ETF vs. Bankkonto
Basis: Anfangsinvestition 55'000 Franken; Einzahlung des jeweiligen 3a- Jahreshöchstbetrags; Zeitraum 1.1.2010 bis 31.8.2020; Beträge in Franken
Säule 3a: Renditevergleich ETF vs. Bankkonto

Fehler 3: Angst vor einem Wechsel

Die Ersparnisse kann man meistens problemlos von einem 3a-Konto zu einer 3a-Lösung mit Wertschriften wechseln. Vielen ist das nicht bewusst. Sie scheuen den Aufwand oder denken, es sei kompliziert. Das rächt sich aber.

Tipp: Die Einzahlung muss bis am 31. Dezember bei der Vorsorgestiftung eingehen. Beauftragen Sie Ihre Bank darum am besten noch im November mit dem Wechsel zu einer 3a-Wertschriftenlösung.

Fehler 4: Einzahlungen verpassen

Eine verpasste Einzahlung kann man (noch) nicht nachholen. Darum lohnt es sich, jedes Jahr einzuzahlen, auch wenn es weniger ist als das Maximum. Die Vorteile: Den eingezahlten Betrag darf man vom steuerbaren Einkommen abziehen, das Guthaben ist nicht als Vermögen und die Zinserträge sind nicht als Einkommen zu versteuern. Pro 1000 Franken spart man je nach Einkommen und Wohnort zwischen 200 bis 400 Franken Einkommenssteuern.

Tipp: Dieses Jahr können Angestellte bis zu 6826 Franken einzahlen, Selbstständige ohne Pensionskasse 20 Prozent des Jahreslohns (höchstens 34'128 Franken). Beauftragen Sie Ihre Bank spätestens Mitte Dezember mit der Überweisung.

Fehler 5: Nur einen Topf füllen

Wer ab 40 jedes Jahr den Höchstbetrag in die Säule 3a einzahlt, kann bis zur Pensionierung bei einer jährlichen Rendite von 2 Prozent fast 220'000 Franken ansparen. Wer mit 55 mit dem Sparen beginnt, kommt immer noch auf 75'000 Franken.

Tipp: Wenn man seine 3a-Gelder bezieht, wird eine Steuer fällig. Je höher die Bezüge sind, die in ein einziges Jahr fallen, desto höher ist auch die prozentuale Steuerbelastung. Es kann sich deshalb lohnen, sein 3a-Guthaben über mehrere Jahre verteilt zu beziehen. Wer aber ein 3a-Konto auflöst, muss immer das ganze Guthaben auf diesem Konto beziehen. Eröffnen Sie darum einen weiteren 3a-Topf, sobald Sie beispielsweise 50'000 Franken angespart haben. So können Sie später mit gestaffelten Bezügen die Steuerprogression brechen.

Sie möchten mehr aus Ihrer dritten Säule herausholen? Die Experten des VZ helfen Ihnen gern. Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "Tipps zur Säule 3a". Oder vereinbaren Sie noch im November einen Termin für ein kostenloses Gespräch im VZ in Ihrer Nähe.