Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 3. Juli 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Sorgenfrei leben: So sichert man seinen Ehepartner ab

Trifft ein Ehepaar keine Vorkehrungen für den Todesfall, kann der überlebende Partner in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das können Eheleute tun, um sich gegenseitig so weit wie möglich zu begünstigen.

Die meisten Ehepaare leben in einer Errungenschaftsbeteiligung. Das heisst: Stirbt ein Partner, behält der andere Partner sein Eigengut und bekommt die Hälfte der gemeinsamen Errungenschaft. Die andere Hälfte und das Eigengut des verstorbenen Partners fallen in den Nachlass. Davon steht je die Hälfte dem überlebenden Partner und den Kindern zu (Grafik):

Gesetzliche Aufteilung, wenn der Ehepartner stirbt
Beispiel: Ehepaar mit Errungenschaftsbeteiligung; der Mann stirbt vor seiner Frau (alle Angaben in Franken)
Gesetzliche Aufteilung, wenn der Ehepartner stirbt

Allerdings: Für den überlebenden Partner ist das oft zu wenig, um alle Verpflichtungen zu decken. Steckt zum Beispiel viel Geld im Haus oder in der Eigentumswohnung, muss er das Eigenheim unter Umständen verkaufen, um die Kosten zu senken oder den Kindern ihren Anteil auszuzahlen.

Ehepaare sollten sich darum frühzeitig informieren, wie sie sich gegenseitig so weit wie möglich begünstigen können. Dafür eignen sich das Ehe- und das Erbrecht:

Ehevertrag abschliessen: Ehepaare können in einem Ehevertrag vereinbaren, dass der überlebende Partner die gesamte Errungenschaft erhält, das sie während der Ehe gemeinsam aufgebaut haben – dazu gehört meistens auch das gemeinsame Eigenheim. Auf diese Weise fällt nur das Eigengut des Verstorbenen in den Nachlass.

Pflichtteile nutzen: In einem Testament oder Erbvertrag können die Eheleute den Anspruch ihrer Kinder weiter verringern, indem sie die Kinder auf den Pflichtteil von (heute noch) drei Achtel setzen und die freie Quote dem Ehepartner zuweisen. Der überlebende Partner erhält dann fünf Achtel der Erbmasse des Verstorbenen. Mit dieser Massnahme erhöhen Ehepaare also auch ihren Anteil am Eigengut des anderen. Zusammen mit der Zuweisung der gesamten Errungenschaft ist damit oft eine maximale Begünstigung des Ehepartners erreicht.

Nutzniessung prüfen: Wer seinen Ehepartner begünstigen möchte, kann ihm auch die Nutzniessung am gesamten Nachlassvermögen zusprechen. Dem Ehepartner steht dann nur noch ein Viertel statt die Hälfte als Eigentum zu. Er darf jedoch die drei Viertel, die den Kindern zustehen, verwalten und die Erträge daraus für sich behalten – zum Beispiel Zinsen, Mieteinnahmen und Dividenden.

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