Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 5. Juni 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Schicksalsschlag: So entstehen finanzielle Lücken

Wer mitten im Leben steht, denkt wahrscheinlich nicht daran, dass ihm etwas Einschneidendes passieren könnte. Wenn man Kinder bekommt, ein Haus kauft, Teilzeit arbeitet oder seine eigene Firma gründet, kann sich die Vorsorgesituation aber grundlegend ändern.

Das VZ durchleuchtet regelmässig die Vorsorge von Hunderten Haushalten in der Schweiz. Die Auswertung zeigt: Die wenigsten wissen, wie sie und ihre Liebsten dastehen, wenn ihnen etwas zustösst. Das zeigen die folgenden Situationen:

Konkubinat: Die Untersuchung des VZ zeigt: Mehr als die Hälfte der Konkubinatspaare mit gemeinsamen Kindern ist schlecht abgesichert, wenn ein Partner invalid wird oder stirbt. Weder die AHV noch die Unfallversicherung (UVG) zahlt eine Rente, und nur ein Teil der Pensionskassen sehen Leistungen vor.

Ein Beispiel: In einem Haushalt stirbt der Hauptverdiener. Zwar können der überlebende Partner und das Kind je nach Todesursache des Hauptverdieners mit gewissen Renten rechnen. Trotzdem fehlen dem Haushalt zwischen 43'000 und 74'000 Franken – und zwar Jahr für Jahr (Tabelle):

Konkubinat: Im Todesfall fehlt viel Geld

Tod des Hauptverdieners; 1 Kind; Lohn 100'000 Franken; AHV-Rente
28'440 Franken; gesetzl. UVG-Leistungen; vers. PK-Lohn 75'115 Franken; Lebenspartnerrente PK 50%; PK-Kinderrente 10%; Angaben in Franken

    Todesfall: Krankheit Todesfall: Unfall
AHV Witwen-/Witwerrente 0 0
  Kinderrente 11'376 11'376
BVG Lebenspartnerrente 37'558 -
  Kinderrente 7'512 -
UVG Witwen-/Witwerrente - 0
  Kinderrente - 15'000
Total Jahresrente 56'446 26'376
./. Jahreseinkommen 100'000 100'000
Finanzielle Lücke pro Jahr -43'554 -73'624

Erwerbsausfall: Die Auswertung des VZ zeigt: Bei mehr als der Hälfte der Haushalte mit einem Hauptverdiener muss dieser sein Pensum reduzieren, wenn sein Partner invalid wird. Dadurch fliesst jeden Monat viel weniger Geld auf das Lohnkonto. Doch die wenigsten berücksichtigen diese Lohneinbusse bei ihrer Vorsorge. Unter Umständen führt das zu grossen Lücken.

Unfall: Jede vierte Person mit höherem Einkommen ist bei einem Unfall ungenügend abgesichert. Denn die Unfallversicherung (UVG) versichert nur Lohnteile bis 148'200 Franken. Und nicht jeder Arbeitgeber schliesst für seine Mitarbeitenden eine freiwillige Unfall-Zusatzversicherung ab.

Selbstständigkeit: Jede sechste selbstständige Person ist nur in der AHV/IV versichert. Stösst ihr etwas zu, sind die Einbussen massiv – bei Invalidität, Tod und nach der Pensionierung.

Tipp: Erstellen Sie ein Budget mit allen Einnahmen und Ausgaben. So wissen Sie, wie viel Ihr Ehe- oder Lebenspartner braucht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Und prüfen Sie die Deckung all Ihrer Versicherungen. Dazu gehören: AHV/IV, Pensionskasse, Krankentaggeld- oder Unfallversicherung des Arbeitgebers sowie private Risiko-Versicherungen. Nur so erkennen Sie Lücken und Überversicherungen – und können richtig handeln!

Sie möchten mehr erfahren? Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "Tod und Invalidität". Machen Sie den Vorsorge-Check oder vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe.