Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Diese Seite teilen

Newsletter vom 24. April 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Testament, Erb- und Ehevertrag: Das sollten Sie jetzt regeln

Niemand denkt gerne an eine schwere Krankheit oder den eigenen Tod. Wer sich und seine Familie gut absichern möchte, sollte aber wissen, was gesetzlich möglich ist.

Hier sind die Instrumente zusammengefasst, die Schweizerinnen und Schweizern zur Verfügung stehen, um die wichtigsten Dinge zu regeln. Oft braucht es eine Kombination mehrerer Instrumente, damit der Nachlass wie gewünscht aufgeteilt wird.

Testament:  Das Testament ist eine einseitige Anordnung: Wer ein Testament verfasst, bestimmt allein, wie die gesetzliche Erbfolge an die eigenen Wünsche angepasst werden soll. Man kann zum Beispiel den Erbteil der Kinder auf den Pflichtteil senken und dem Ehepartner eine höhere Quote zuweisen.

Heute beträgt der Pflichtteil der Kinder 3/4 ihres gesetzlichen Erbanspruchs. Mit der geplanten Revision des Erbrechts könnten sich diese Pflichtteile auf 1/2 des gesetzlichen Erbanspruchs reduzieren. Der Erblasser hätte so mehr Freiheiten. Die Reform verschleppt sich aber immer wieder – und wegen der Pandemie wahrscheinlich sogar noch zusätzlich.

Gesetzliche Erbteile und Pflichtteile – Das sollten Sie wissen
Gesetzliche Erbteile und Pflichtteile – Das sollten Sie wissen

Erbvertrag: Ein Erbvertrag ist vor allem dann sinnvoll, wenn man den Nachlass zusammen mit der Familie regeln möchte und sicherstellen will, dass pflichtteilsgeschützte Erben bei der Erbteilung nicht Ansprüche geltend machen können, auf die sie zu Lebzeiten des Erblassers verzichten wollten.

Ehevertrag:  Wer seinen Nachlass plant, sollte auch die güterrechtlichen Aspekte prüfen. In einem Ehevertrag kann man unter anderem den Wechsel des Güterstandes regeln. Ehepaare mit Errungenschaftsbeteiligung können zum Beispiel vereinbaren, dass der überlebende Partner die gesamte Errungenschaft erhalten soll. Das ist der Teil des Vermögens, den sie während der Ehe zusammen aufgebaut haben – also meistens auch das gemeinsame Eigenheim.

Vorsorgeauftrag:  Mit einem Vorsorgeauftrag regelt man, welche Personen oder Institutionen anstehende Angelegenheiten regeln sollen, falls man wegen einem Unfall oder einer schweren Krankheit nicht mehr urteilsfähig ist.

Patientenverfügung:  Damit legt man rechtzeitig einen verbindlichen Rahmen für medizinische und pflegerische Entscheidungen fest. Man kann auch eine Vertrauensperson einsetzen, die in einer Notfallsituation die notwendigen Entscheidungen für einen trifft.

Willensvollstreckung:  Willensvollstrecker sind Vertrauenspersonen, die den Willen der Erblasser nach deren Tod durch­setzen. Sie erledigen administrative Aufgaben, bereiten die Erbteilung vor und unterstützen die Erben bei der Abwicklung.

Besonders hilfreich ist eine Willensvollstreckung, wenn es viele Begünstigte gibt und Streit unter den Erben zu befürchten ist. Auch für Patchwork-Familien und bei der Aufteilung von Liegenschaften oder Firmen kann eine Willensvollstreckung wertvoll sein.

Sie möchten alles richtig machen, wenn Sie Ihren Nachlass planen? Bestellen Sie jetzt das kostenlose Merkblatt "Erbvertrag und Co". Oder reservieren Sie einen kostenlosen Termin im VZ – zum Beispiel auch via Videobesprechung.