Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 9. April 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Budget erstellen: Alles andere als banal

Viele befürchten, dass die Renten wegen der Corona-Krise weiter sinken könnten. Wird das Geld dann reichen? Klarheit in dieser Frage schafft nur eine Budgetplanung.

Ein Budget für die Zeit nach der Pensionierung zu erstellen, scheint vielen eine lästige Aufgabe. Denn für ein solides Budget braucht man Zeit, Disziplin und einen objektiven Blick auf seine Bedürfnisse. Darum wird dieses wertvolle Instrument oft vernachlässigt.

Erst wenn man eine Standortbestimmung gemacht hat, weiss man über seine zukünftige Finanzsituation Bescheid. Was kann man zum Beispiel tun, wenn nach der Pensionierung Monat für Monat 2000 Franken fehlen (siehe Tabelle)? Um diese Einkommenslücke bis 85 zu schliessen, braucht es mehrere Hunderttausend Franken.

Pensionierung: Wie viel Geld bleibt?
Vereinfachtes Beispiel (Ehepaar): Einkommen vor der Pensionierung: 140'000 Franken; Renten: 77'700 Franken; Hypothek: 600'000 Franken; Hypothekarzins: 1,1 Prozent; Wert Eigenheim: 1,4 Mio. Franken; Angaben in Franken
Pensionierung: Wie viel Geld bleibt?

Mehrere Hunderttausend Franken – das ist viel Geld. Darum sollte man spätestens mit 55 Jahren klären, wie die Finanzen im Alter aussehen. Dann bleibt nämlich noch Zeit, um Vermögen anzusparen und die Lebenshaltungskosten zu senken.

Das sind einige Ansatzpunkte:

1. Steuern: Wenn Sie Ihre Einkünfte und Ausgaben steuerlich optimieren, werden Sie im Alter jedes Jahr viel Geld sparen. Vor der Pensionierung lässt sich der Bezug von Guthaben aus der zweiten und dritten Säule zeitlich oft so staffeln, dass deutlich weniger Steuern anfallen.

Bei der Pensionierung sollten vor allem Paare den Bezug von Renten und Kapital optimal abstimmen. Steuerlich ist der Kapitalbezug trotz Vermögenssteuer auf Dauer besser als die lebenslange Rente, die zu 100 Prozent als Einkommen steuerbar ist. Und nach der Pensionierung gilt es zu prüfen, ob das Vermögen steuerlich optimal angelegt ist.

2. Wohnen: Überlegen Sie, ob Ihre Wohnsituation nach der Pensionierung noch Ihren Bedürfnissen entspricht, und ob das Eigenheim aus Sicht der Bank finanziell tragbar bleibt. Unter Umständen ist eine kleinere, pflegeleichtere und günstigere Wohnung sinnvoller.

3. Prämien / Gebühren: Viele bezahlen unnötig hohe Prämien für ihre Versicherungen und immer happigere Bankgebühren für Konto, Depot und Anlageberatung. Hohe Prämien und Gebühren fressen das An-gesparte auf. Deshalb ist es wichtig, die Finanzdienstleistungen laufend zu vergleichen. Versicherte und Bankkunden können gleichwertige oder bessere Leistungen für weniger Geld bekommen.

4. Pensionskasse: Besonders attraktiv sind freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse. Damit verbessert man die Vorsorge und spart Steuern. Die Steuerersparnis ist umso grösser, je höher das steuerbare Einkommen ist und je schneller das Geld wieder bezogen wird. Die höchste Rendite erzielt man mit einem Einkauf in den letzten Jahren vor der Pensionierung. Allerdings: Wer sich sein Altersguthaben auszahlen lassen möchte, muss sich spätestens drei Jahre vor der Pensionierung einkaufen.

5. Private Vorsorge: Auch das private Sparen wird immer wichtiger, zum Beispiel mit kostengünstigen ETF-Sparplänen und der Säule 3a. Die Einzahlungen in die Säule 3a sind steuer­lich zu 100 Prozent abzugsfähig. Wer ab 40 jedes Jahr den Ma­ximalbetrag ein­zahlt, spart bis 65 ein Vermögen von 217'000 Franken an. Wer ab 55 damit beginnt, kommt bei einer jährlichen Rendite von 2 Prozent auf 74'000 Franken.

Sie möchten wissen, ob Ihr Einkommen im Alter reicht, um den Lebensstandard zu halten? Machen Sie ein Budget. Eine gute Vorlage finden Sie in diesem kostenlosen Merkblatt "Budget für die Pensionierung". Oder reservieren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe.