Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 13. März 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Vorsorgeauftrag: Darum ist das wichtig

Im Vorsorgeauftrag hält man fest, wer einen vertritt und sich um die Finanzen kümmert, falls man plötzlich nicht mehr selbst entscheiden kann. Auch Ehepaare und Unternehmer sollten sich absichern.

Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann jeden treffen. Plötzlich kann man nicht mehr für sich selbst sorgen oder wichtige Entscheidungen treffen. Wer nicht rechtzeitig handelt, überlässt es den Behörden, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen.

Grund: In so einem Fall kommt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ins Spiel. Sie muss von Gesetzes wegen die Urteilsunfähigkeit der betroffenen Person feststellen – und prüfen, ob eine Beistandschaft erforderlich ist. Ist das der Fall, bestimmt die KESB einen Beistand, den sie für geeignet hält.

Wer nicht möchte, dass im Notfall die Behörde entscheidet, kann einen Vorsorgeauftrag verfassen. Darin hält man fest, wer für die finanziellen und persönlichen Angelegenheiten zuständig ist, und wer einen rechtlich vertritt in Situationen, in denen man seine Wünsche nicht mehr ausdrücken kann.

Ehepaare: Gerade auch Ehepaare und eingetragene Partner sollten ihren Handlungsspielraum mit einem Vorsorgeauftrag erweitern. Dem Ehepartner steht zwar schon von Gesetzes wegen ein "Vertretungsrecht" zu. Es umfasst Handlungen, die zur Deckung des Unterhalts notwendig sind und die für den Alltag notwendige Verwaltung von Einkommen und Vermögen. Oft braucht es für weitergehende Handlungen aber die Zustimmung der KESB.

Unternehmer: Viele Einzelfirmen sind handlungsunfähig, wenn der Inhaber ausfällt. Mit dem Vorsorgeauftrag können Unternehmer ein Stück weit regeln, wer ihre Firma weiterführt, falls sie plötzlich urteilsunfähig werden. Sie können eine Vertrauensperson ihrer Wahl beauftragen, die Verantwortung im Betrieb in so einer Situation zu übernehmen

Auch Aktionäre und Gesellschafter, denen die Mehrheit eines Familienbetriebs (AG oder GmbH) gehört, sollten einen Vorsorgeauftrag aufsetzen. Darin können sie unter anderem festlegen, wer sie an der Generalversammlung oder in anderen Gremien vertreten soll und wie ihre Stimmrechte ausgeübt werden sollen.

Tipps – so verfassen Sie einen Vorsorgeauftrag

  • Den Vorsorgeauftrag müssen Sie eigenhändig verfassen, datieren und unterschreiben – oder öffentlich beurkunden lassen.
  • Sie müssen zum Zeitpunkt der Errichtung handlungsfähig sein, also volljährig und urteilsfähig.
  • Wenn Sie urteilsunfähig werden und einen Vorsorgeauftrag ausgestellt haben, muss die KESB rasch davon erfahren. Am besten lassen Sie deshalb beim Zivilstandsamt eintragen, wo Ihr Auftrag hinterlegt ist.
  • Solange Sie urteilsfähig sind, können Sie Ihren Vorsorgeauftrag jederzeit widerrufen. Sie können die Urkunde vernichten oder "Widerrufen" darauf vermerken. Haben Sie den Vorsorgeauftrag gemeldet, sollten Sie die Behörde über die Aufhebung informieren.

Sie möchten mehr erfahren? Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "Vorsorgeauftrag". Oder vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe, wenn Sie Ihren Nachlass regeln möchten.