Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 28. Februar 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Steuererklärung: Diese Abzüge dürfen Sie nicht vergessen

Die Steuererklärung ist rasch ausgefüllt, wenn man nur seinen Lohnausweis und etwas Vermögen hat. Schwieriger wird es mit dem Eigenheim oder Wertschriften. Haben Sie an diese Abzüge gedacht?

Negativzinsen

Immer mehr Banken geben die Negativzinsen an die Sparer weiter, und zwar schon ab 100'000 Franken. Prüfen Sie darum Ihre Bankauszüge. Der Bund und viele Kantone haben jetzt entsprechende Informationen publiziert. Demnach gilt: Negative Zinsen darf man zwar nicht als Schuldzinsen im Schuldenverzeichnis abziehen. Allerdings anerkennen die Steuerbehörden die Negativzinsen als Kosten für die Verwaltung des beweglichen Vermögens: Man darf sie also in der Rubrik "Vermögensverwaltungskosten" in Abzug bringen.

Wohneigentum und Versicherungen

Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, kann die Versicherungsprämien sowie die Kosten für Unterhalt und Verwaltung durch Dritte abziehen. Man kann dabei die Pauschale einsetzen oder die effektiven Kosten geltend machen. Bei den effektiven Versicherungskosten gehen oft die Prämien für die Sach- und Haftpflicht vergessen. Stockwerkeigentümer dürfen die Einlagen in den Erneuerungsfonds abziehen.

Renovationen und Sanierungen

Wer umbaut oder saniert, darf werterhaltende Investitionen abziehen, wertvermehrende aber nicht. Das führt immer wieder zu Diskussionen. Vor grossen Renovationen klären Sie am besten genau ab, welche Abzüge das Steueramt akzeptiert. Der Bund und viele Kantone anerkennen auch erstmalige Investitionen als Unterhaltskosten, wenn sie den Energieverbrauch senken oder sonst nachhaltig wirken.

Achtung: Der Bundesrat hat neue Anreize geschaffen, um die Energieeffizienz bei Sanierungen und Neubauten zu erhöhen. Solche Massnahmen wurden früher nur in einem Steuerjahr berücksichtigt. Seit 1. Januar 2020 können diese Kosten während maximal drei Jahren geltend gemacht werden, sofern sie im Jahr, in dem sie entstanden sind, steuerlich nicht vollständig berücksichtigt werden konnten.

Ferienwohnung

Bei Ferienwohnungen muss man die Mieteinnahmen und den Eigenmietwert versteuern, auch wenn die Wohnung oft leer steht. Ist sie teilweise vermietet, darf man den Eigenmietwert kürzen. Wer die Wohnung möbliert vermietet, darf in einigen Kantonen etwas für die Abnützung abziehen.

Vermögen und Wertschriften

Wer ein Depot führt, kann neben den Kosten für das Steuerverzeichnis in der Regel auch die Depotgebühren, Schrankfach- und Safe-Gebühren sowie die Inkassospesen für Coupons abziehen. Nicht abzugsfähig sind Gebühren für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren (Courtagen, Stempelgebühren usw.), Honorare für Finanz-, Anlage- und Steuerberater sowie Emissionsabgaben und Provisionen. In einigen Kantonen darf man pauschal bis zu 3 Promille des Wertschriftenvermögens abziehen, sofern dieses Vermögen durch Dritte verwaltet wird.

Vorsorge und Pensionierung

Die Renten aus AHV und Pensionskasse sind meistens zu 100 Prozent als Einkommen zu versteuern. Ein Kapitalbezug aus der Pensionskasse und der Säule 3a wird aber nur einmal und zu einem günstigeren Tarif besteuert. Komplizierter ist es bei Kapitalabfindungen des Arbeitgebers. Hier hängt die Besteuerung vom Zweck ab: Hat die Abfindung einen Vorsorgecharakter, wird sie vom Bund und vielen Kantonen zum günstigeren Vorsorgetarif besteuert.

Achtung: Frühpensionierte müssen weiterhin AHV-Beiträge zahlen. Die Beitragspflicht endet für Männer mit 65 Jahren, für Frauen mit 64. Vergessen Sie darum nicht, diese Beiträge vom steuerbaren Einkommen abzuziehen.

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