Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 14. Februar 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Nachlass: Ohne klare Regelung kann einiges schiefgehen

Das Erbrecht soll künftig angepasst werden. Davon profitieren Ehepaare, Patchwork-Familien und Firmeninhaber. Trotzdem sollte man seinen Nachlass schon heute regeln.

Spätestens wenn man Kinder hat, eine Firma gründet oder in Pension geht, sollte man seine Liebsten absichern. Auch in Patchwork-Familien und im Konkubinat muss man Regelungen treffen, damit es nicht zu schwierigen Situationen kommt. Diese Beispiele zeigen, was sonst schiefgehen kann:

Man muss das Eigenheim verkaufen: Oft lässt sich das Nachlassvermögen nicht so einfach aufteilen. Das ist ein Nachteil für den Ehepartner. Ein Beispiel: Eine Witwe muss den Kindern 500'000 Franken auszahlen. Der Grossteil des Nachlassvermögens steckt aber im Eigenheim. Sie kann nur die Wertschriften und das Kontoguthaben sofort zu Geld machen (Grafik).

Kinder auszahlen: grosse Last für die Witwe
Kinder auszahlen: grosse Last für die Witwe

Theoretisch könnte die Witwe die Hypothek aufstocken. Die Bank wird das aber verweigern, weil die Hypothek nicht mehr tragbar ist. Dann bleibt ihr nur der Verkauf.

Tipp: Sichern Sie Ihren Ehepartner ab! Weisen Sie ihm in einem Ehevertrag das während der Ehe erarbeitete Vermögen ungeteilt zu. Verringern Sie den Anspruch der Kinder weiter, indem Sie die Kinder im Testament oder Erbvertrag auf den Pflichtteil setzen.

Es kommen die Falschen zum Zug: Ohne spezielle Regelung haben zum Beispiel Konkubinatspartner und ihre Kinder keinen Anspruch auf das Erbe. Das kann in Patchwork-Familien zu ungerechten Situationen führen – je nachdem, welcher Partner zuerst stirbt.

Tipp: Sie und Ihr Lebenspartner können je ein Testament machen und für die freie Quote den Lebenspartner als Vorerben und die eigenen Kinder als Nacherben einsetzen. Bei Ihrem Tod erhalten die Kinder dann nur ihre Pflichtteile; der Rest geht an den überlebenden Partner. Nach dem Tod des Vorerben geht das, was von der freien Quote übrig ist, zurück an die eigenen Kinder.

Es kommt zu Streit unter den Erben: Die Erben müssen untereinander ausmachen, wie sie die Vermögenswerte aufteilen. Das kann zu Streit führen, denn sie müssen jeden Entscheid gemeinsam fällen – und ein einzelner Erbe kann die Erbteilung blockieren, selbst wenn ihm nur ein kleiner Anteil zusteht.

Tipp: Im Testament können Sie mit Teilungsvorschriften regeln, wer welche Vermögenswerte in Anrechnung an seinen Erbanspruch erhalten soll. Die gesetzlichen Pflichtteile müssen aber gewahrt bleiben.

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